Die geplante Verkleinerung der Ortschaftsräte kommt - allerdings nicht wie geplant. Die meisten Ortsräte wollen mehr Ratsmitglieder behalten. Das stellt die Einsparsumme infrage.

Elbingerode l Einheitlich sollten nach den Vorschlägen der Verwaltung die Ortsräte der Stadt Oberharz am Brocken nach den Wahlen im Mai in sieben Fällen nur noch jeweils drei Ratsmitglieder haben. In drei Fällen wegen der Größe der Ortsteile sollten es fünf sein. Das wurde nun in allen zehn Ortsräten diskutiert.

Im Ergebnis sieht es für eine Verkleinerung der Ortsräte insgesamt auch gut aus, aber nicht in der geplanten Anzahl. So will zum Beispiel Benneckenstein nicht nur fünf, sondern sieben Ratsmitglieder über die Geschicke des Ortes mitreden lassen. Auch in Hasselfelde, Elbingerode und Stiege wird die Sieben als annehmbare Zahl in den künftigen Ortschaftsräten gesehen - damit jeweils um zwei Ratsmitglieder über den bisherigen Vorschlägen (siehe Kasten rechts). Als Hauptgrund dafür wird der Erhalt von Mitbestimmungsrechten und auch die Widerspiegelung der Größe eines Ortes angesehen. Das Problem: Die Einsparung von rund 20000Euro Aufwand im Jahr, die als Grund für die Verkleinerung gilt, wird durch diese geringfügigere Kürzung der Ratsstellen nicht erreicht.

In dem Falle müsste dann der Einspareffekt ausgerechnet und der Fehlbetrag anderswo gespart werden, hieß es dazu im Rathaus. Die Konsolidierung bis zur schwarzen Null im Jahr 2021 dürfe nicht gefährdet werden. Der Stadtrat berät zu dem Thema am 18.Februar ab 19Uhr in Benneckensteins neuer Feuerwache.