Börnecke (jmü) l Auf 2610 ehrenamtlich geleistete Stunden bei Einsätzen, Lehrgängen, Veranstaltungen und Ausbildungen haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Börnecke während ihrer Jahreshauptversammlung zurückgeblickt. Wie Wehrleiter Andreas Kröpper informierte, wurden die 25aktiven Brandschützer - unter ihnen vier Frauen - im vergangenen Jahr zu 31Einsätzen gerufen. Darunter waren zwei im Hochwassergebiet von Biederitz sowie drei weitere im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft in Halle, Calbe und Magdeburg.

Darüber hinaus rückten die Börnecker zu zwei Bränden aus - darunter einem Bungalowbrand in Westerhausen. Siebenmal leisteten sie technische Hilfe, dreimal nahmen sie an Alarm- und Einsatzübungen teil, mussten aber auch mehrfach unverrichteter Dinge wieder ins Gerätehaus zurückkehren, weil Brandmeldeanlagen fehlerhaft ausgelöst wurden. Zum Feuerwehralltag zählten ebenso die 50angebotenen Dienstabende. Dabei konnten die Kameraden gemeinsam mit ihren Kollegen von der Partnerfeuerwehr aus Hahausen die Atemschutzstrecke in Goslar durchlaufen. Hinzu kamen neun theoretische Ausbildungen, sechs Sport abende, Arbeitseinsätze am alt-erwürdigen Gerätehaus sowie das Inspizieren von Schwerpunktobjekten im Ort.

Besonders stolz sind die Börnecker auf ihre Jugend- und ihre Kinderfeuerwehr. "Mit derzeit drei Jugendlichen ist die Jugendfeuerwehr zwar klein, aber gut aufgestellt und ausgebildet", urteilt Andreas Kröpper, der sich trotzdem über weitere Zugänge freuen würde. Jugendwart Michael Dura verwies auf insgesamt 40Ausbildungsabende sowie die Teilnahme an vielen Veranstaltungen im Ort, der Stadt und im Harzkreis. Beim Kreiszeltlager siegten die Börnecker sogar beim Spiel- und Spaßwettkampf.

In Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte wurde die Kinderfeuerwehr weiter ausgebaut. Bei zwölf Ausbildungen und mehreren Veranstaltungen wurde den Knirpsen das Thema Brandschutz und die Brandschutzerziehung vermittelt. Zwölf Mädchen und Jungen gehören aktuell der Kinderfeuerwehr an.

Andreas Kröpper würdigte außerdem den Einsatz mehrerer Kameraden bei Lehrgängen sowie beim Durchlaufen des Brandübungscontainers in Bad Gandersheim, der Atemschutzübungsstrecke in Thale und bei einer gemeinsamen Ausbildung mit den Feuerwehren aus Westerhausen und Warnstedt zum Thema Absturzsicherung und Selbstrettung.

Der Wehrleiter bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei Vertretern der Vereine, aber besonders bei Sponsoren, der Stadtverwaltung und des Ortschaftsrates. Trotz schwieriger Haushaltslage wurde im vergangenen Jahr in die Ausrüstung der Kameraden investiert, dabei wurden 25neue Schutzhelme, sechs neue Schutzanzüge für Atemschutzgeräteträger und sechs weitere Einsatzanzüge beschafft.

Bürgermeister Rüdiger Klamroth (CDU) stellte das Projekt zum Bau eines neuen Gerätehauses vor, das eventuell 2017, spätestens 2018 umgesetzt werden soll. Ein geeigneter Standort in der Dorfmitte, unweit des 1876 erbauten Gerätehauses, würde infrage kommen, so Klamroth. In diesem Jahr sollen der Erwerb und die Bereitstellung des Grundstücks vorangetrieben werden.