Kletterspaß im Freien und in der Halle - das bietet die Wernigeröder Sektion des Deutschen Alpensportvereins. Die mehr als 500 Mitglieder freuen sich über eine Erweiterung der Kletterwand in der Stadtfeld-Turnhalle. Dort können die Sportler nun 7,25 Meter in die Höhe klettern.

Wernigerode l Die Sektion Wernigerode des Deutschen Alpensportvereins hat eine künstliche Kletterwand in der Stadtfeld-Turnhalle in Wernigerode um einen Großteil erweitert. Der neue Abschnitt hat eine Länge von 9,10Meter und eine Höhe von 7,25Meter mit bis zu 2,20Meter auskragenden Überhangkonstruktionen. "Ein 6,10 Meter langer Abschnitt der alten Wand, der nicht mehr den modernen Anforderungen entsprach, wurde zusätzlich modernisiert", so Volkmar Lärm, der die Sektion leitet.

1990 hatte Lärm als einer von 13 Kletter-Enthusiasten den Verein gegründet. Mittlerweile trainieren 513 Mitglieder mehrmals pro Woche an der Kletterwand und - wenn es das Wetter zulässt - in freier Natur, so zum Beispiel am großen und kleinen Feuerstein und an den Schnarcherklippen. "Es ist eine Sportart, die in der Natur stattfindet und sehr viel an Zuspruch gewonnen hat", sagt Lärm.

Während der Februarferien wurden die neuen Wandabschnitte aufgebaut. 60000Euro kostete die Investition. Geld gab es von der Sportstättenförderung der Investitionsbank und vom Landes- sowie Kreissportbund. Einen Teil zahlten die Mitglieder aus Eigenmitteln und Spenden. Geplant war das Projekt schon seit Längerem. "Wir haben den Förderantrag im Mai 2012 gestellt", so Lärm. "2013 wurde er dann bewilligt, dann ging es ganz schnell."

Zu verdanken habe er dies vor allem der Stadtverwaltung Wernigerode, allen voran Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos). "Die Stadtfeld-Turnhalle wird vom angrenzenden Gymnasium und von der Grundschule für den Sportunterricht genutzt", erklärt Lärm. "Der Schulsport hat natürlich Vorrang."

Allerdings standen mehrere vorhandene Sprossenwände und Kletterstangen dem Anbau der Kletterwand im Weg. "Oberbürgermeister Peter Gaffert hat dann nach mehreren Untersuchungen entschieden, dass die Kletterstangen und Sprossenwände verlegt werden", sagt Lärm. "Ansonsten wäre unser Vorhaben nicht möglich gewesen." Ein Dankeschön richtet er auch an Silvia Lisowski vom Kulturamt, Sozialdezernent Andreas Heinrich und Uwe Dehn vom Bauamt.