Wernigerode l Aufregung in der Kinderklinik Wernigerode: Eine der beiden Ziegen aus dem kleinem Streichelzoo auf dem Gelände am Steinbergweg musste eingeschläfert werden. "Nun soll die zweite Ziege abgeschafft werden", so Jacqueline Paulat am Lesertelefon. Der kleine Sohn der Wernigeröderin wurde schon mehrfach in der Klinik behandelt. "Dabei haben wir auch das Angebot der Tiertherapie genutzt." Der Kontakt zu den Vierbeinern habe ihm sehr geholfen. "Deshalb verstehe ich nicht, warum die Ziege weg soll", sagt Jacqueline Paulat. Der Stall würde dann leer stehen. Sie sei sogar bereit eine Patenschaft für die Ziege zu übernehmen.

Finanziert wird die Tiertherapie vom Förderverein der Kinderklinik Wernigerode. Es sei problematisch eine Ziege allein zu halten, erklärte Vereinschef André Boks auf Volksstimme-Nachfrage. "Wir müssten also eine neue Ziege anschaffen." Diese Entscheidung könne jedoch nicht einfach so übers Knie gebrochen werden.

"Hier geht es nicht nur um ein Bündel Heu. Große Tiere sind immer ein Kostenfaktor für einen ehrenamtlich tätigen Verein. Mit einer Patenschaft allein ist uns da nicht geholfen", sagte Boks. Er persönlich habe nichts gegen eine zweite Ziege, doch das müsse im Vorstand in Ruhe besprochen werden. "Schließlich haben wir für jedes Tier im Gehege eine Verantwortung." Der Vereinschef rechnet mit einer kurzfristigen Entscheidung noch in dieser Woche.

Auf dem Gelände der Kinderklinik leben zwei Schafe, eine Ziege, sieben Kaninchen und zehn Meerschweinchen. Hund "Imo" komplettiert das Team der "tierischen Therapeuten".

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