Von Katrin Schröder

Hasselfelde l Es hat nicht geklappt mit dem "Wintermärchen". 26,8Prozent bei der Abstimmung zur MDR-Aktion reichten nur für Platz drei (Volksstimme berichtete).

Doch die Hasselfelder lassen den Kopf nicht hängen. "Es war von vornherein klar, dass es nicht einfach werden würde", sagt Hasselfeldes Ortsbürgermeister Heiko Kaschel. "Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen." Schließlich hatte der Winter die Hasselfelder im Stich gelassen. Für den Ortschef ist die Bilanz dennoch positiv. "Wir hatten Spaß, den Leuten hat es gefallen, und es war eine Aktion, die die Vereine zusammengebracht hat."

Das findet auch Uta Lehmann, die mit einer Arbeitsgruppe das Rahmenprogramm organisiert hatte. Sie führt das relativ schlechte Abschneiden Hasselfeldes auch auf Unklarheiten beim Abstimmungsmodus zurück. Denn es zählten sowohl Anrufe als auch die Abstimmung im Internet. Deren Ergebnisse konnten laufend abgerufen werden. "Dort lagen wir lange vorn. Das hat vielleicht manchen glauben lassen, dass er nicht mehr anrufen muss", so Uta Lehmann. Möglich sei, dass auch Anrufer aus Tschechien für die Gewinner aus Bärenstein stimmten, denn diese traten gemeinsam mit ihren tschechischen Partnern aus Vejprty an.

Feiern wollen die Hasselfelder im Sommer trotzdem - auch ohne den Showtruck, der nun nach Sachsen fährt. Zum einen als Dankeschön für die Beteiligten, zum anderen, um für die mobile Überdachung der Kurparkbühne zu sammeln. Die Spenden, die bei der MDR-Aktion zusammenkamen, sind noch nicht gezählt, etwa 1000Euro dürften es aber sein, schätzt Uta Lehmann. In den nächsten Tagen wollen die Beteiligten beraten, wie es weitergeht. Bürgermeister Kaschel kann sich auch ein neues Wintermärchen ohne TV-Begleitung vorstellen: "Vielleicht können wir das mit anderen Veranstaltungen wie dem Eisstockschießen verbinden."