Wernigerode l Für die Johanniskirchengemeinde ist das Papier, das die drei Herren Pfarrerin Heide Liebold überreicht haben, ein Schritt nach vorn. 3000 Euro gibt die Stadtwerkestiftung für die Neugestaltung der Kirchenfenster, die bei der Bombardierung Wernigerodes im Februar 1944 zerstört wurden.

Überreicht wurde der Zuschuss von Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos), zugleich Vorstandsvorsitzender der Stiftung, von Vorstandsmitglied Uwe-Friedrich Albrecht (CDU) und Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Meinecke. Die Stadtverwaltung werde die Glassanierung ebenfalls unterstützen, versicherte Gaffert. "Und wir versuchen, weitere Partner zu finden."

Denn für die Sanierung der sieben Fenster reicht das Stadtwerke-Geld nicht. Etwa 20000 Euro pro Fenster werden benötigt, schätzt Pfarrerin Heide Liebold. "Der erste Schritt ist, dass wir bei allen Fenstern die Sandsteinmaßwerke sichern." Diese sind nämlich seinerzeit durch die Bomben stark beschädigt worden. Beim Fenster am Chorabschluss war der Zustand so schlecht, dass mit Blick auf die Sicherheit der Passanten gehandelt werden musste. "Beim Sachsen-Anhalt-Tag werden hier viele Menschen entlanggehen." Zur künftigen Gestaltung der Glasfenster ist ein Wettbewerb gestartet worden, zu dem drei Künstler eingeladen sind. "Wir hoffen, dass wir zum Sachsen-Anhalt-Tag einen Siegerentwurf präsentieren können", sagt Heide Liebold.

"Wir freuen uns sehr, dass hier etwas getan wird", sagt Wolfgang Hartmann vom Vorstand der Stadtführergilde. Er regte an, dass die Stadtführer Sonderführungen zum 70. Jahrestag der Bombardierung anbieten könnten. "Man merkt, dass sich Gäste aus Bayern oder Nordrhein-Westfalen dafür interessieren." Die Stadtführer könnten um Spenden werben und selbst ein Honorar stiften.