Trautenstein (ksö) l Die Mehrheit der Trautensteiner ist für eine Auflösung der Stadt Oberharz. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der Ortschaftsrat initiiert hat. Im Februar wurden 380 Fragebögen an alle Haushalte im Ort verteilt, wie Ulrich Kallenbach vom Ortschaftsrat mitteilt. Rund 180 davon wurden bis Ende Februar zurückgegeben. Die Aktion hat, um den Aufwand gering zu halten, nicht den Charakter einer offiziellen Bürgerbefragung. "Wir wollten ein Meinungsbild der Bürger", so Ulrich Kallenbach.

Den Trautensteinern wurden vier Antworten vorgegeben auf die Frage, wie sie sich die Zukunft ihres Heimatortes und der Stadt vorstellen. 56 Prozent sind dafür, die Stadt Oberharz "in ihrer Gesamtheit aufzulösen und eine vollkommen neue territoriale Zuordnung der Ortschaften eigenständig anzustreben". 20 Prozent wollen die Stadt als Einheit "zunächst erhalten", diese aber in der Zukunft einer "als Ganzes größeren, finanzkräftigeren Kommune". Elf Prozent können sich vorstellen, dass Trautenstein sich kurzfristig einer anderen Kommune anschließt. Nur zehn Prozent wollen an der jetzigen Struktur "grundsätzlich festhalten".

Die Ergebnisse sollen nun im Ortschaftsrat ausgewertet werden. Einen Beschluss zum Austritt aus der Stadt Oberharz, wie ihn Elend, Hasselfelde und Stiege gefasst haben, werde es aber nicht geben. "Trautenstein kann diesen Weg nicht allein gehen. Man muss die Situation als Ganzes betrachten", so Kallenbach.