Die Blankenburger haben der Silbermedaillengewinnerin von Sotschi, Tatjana Hüfner, einen glänzenden Empfang in ihrer Heimatstadt bereitet. Hunderte harrten trotz Regen und Kälte aus, um zu gratulieren.

Blankenburg l Selbst wenn Tatjana Hüfner in Sotschi Gold im Rennrodeln gewonnen hätte: der Empfang, den ihr die Blankenburger am Sonnabend in ihrer Heimatstadt bereitet haben, hätte nicht größer und herzlicher ausfallen können. Trotz strömenden Regens erwarteten Hunderte Fans die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele vor dem Rathaus. Und Tatjana Hüfner genoss das Bad in der Menge, nahm viele Geschenke vor allem von ihren jüngsten Anhängern entgegen. Denn trotz ihrer Erfolge und ihres engen Zeitplans ist sie immer ein Sportstar zum Anfassen. Sie bringt Blankenburger Grundschülern des Abc des Rennrodelns näher und ist auch als Übungsleiterin aktiv.

Nahezu alle Gratulanten, darunter Dr. Michael Ermrich, der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Landrat Martin Skiebe (parteilos) und Eberhard Bunzel vom Landessportbund, würdigten diese Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt. "Tatjana, wir sind unheimlich stolz auf Dich", sagte Kreissportbund-Geschäftsführer Jörg Augustin in Anbetracht ihrer gesundheitlichen Probleme im Vorfeld der Olympischen Spiele und den Querelen innerhalb der Olympiamannschaft. "Unter solchen Bedingungen Silber zu erringen, bedeutet die Goldmedaille der Herzen", erklärte Landrat Martin Skiebe.

Zuvor zeigte sich die erfolgreichste aktive Sportlerin und Ehrenbürgerin der Stadt gemeinsam mit Bürgermeister Hanns-Michael Noll (CDU)auf dem Rathausbalkon. Das Stadtoberhaupt gratulierte ihr noch einmal persönlich zu dem grandiosen Erfolg, der ihre Medaillensammlung bei olympischen Spielen komplett gemacht hat. "Diese Medaille war so hart erkämpft. Sie ist fast soviel wert wie die Goldmedaille von Vancouver vor vier Jahren", erklärte Tatjana Hüfner.

Ein besonderer Moment auf der Marktbühne war die Übergabe eines Schecks der Sparkassen-Finanzgruppe und der Harzsparkasse in Höhe von 1500 Euro an Tatjana Hüfner, die das Geld dem Blankenburger Rodelnachwuchs zur Verfügung stellt. Weitere 500 Euro überbrachte Birgit Rother von der Zeitarbeitsfirma Tuja aus Wernigerode. Wie Rodelclub-Vorsitzende Karin Hüfner erklärte, soll diese Spende für die Fahrten ihrer Nachwuchssportler zu den Rodelbahnen in ganz Deutschland verwendet werden.

Besonders freute sich Tatjana Hüfner, die parallel zu ihrer sportlichen Laufbahn ein Studium der Pädagogik des Kindes absolviert, über die phantasievollen und kreativen Beiträge von Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten und Schulen aus Blankenburg, Timmenrode, Wienrode und Derenburg. Sie hatten sogar eigene Lieder und Gedichte verfasst. Mehrere Regensteinknirpse harrten bei Regen tapfer aus und hielten Gymnastikreifen in die Höhe, die die olympischen Ringe symbolisierten.

Eine besondere Ehre wurde den "Singeschlingeln" der Kindertagesstätte "Am Thie" zuteil: Sie durften an diesem Tag als erste die Silbermedaille von Sotschi anfassen.

 

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