Sichtlich gerührt hat Jürgen Opfermann den diesjährigen Adolf-Just-Preis der Stadt Blankenburg, gestiftet von der Heilerde-Gesellschaft Luvos Just, entgegengenommen.

Blankenburg l Selbst als der Kirchenmusiker die Festgäste im Saal des Kleinen Schlosses mit einem Werk von Johann-Sebastian Bach begrüßte, ahnte er noch nichts von dieser Ehrung. Den Juroren war es gelungen, den Preisträger bis zur Laudatio von Joachim Eggert geheim zu halten.

Das verdienstvolle Wirken von Jürgen Opfermann in Blankenburg reicht bis ins Jahr 1986 zurück. Seither ist er Kantor der evangelischen Gemeinde. Eggert, der damals Mitglied im Auswahlgremium zur Besetzung der Stelle war, erinnert sich noch bis heute an die Vorstellung des frisch examinierten Musikers. "Besonders sein grandioses Orgelspiel war für alle eine wunderbare Überraschung", bekannte Eggert.

Opfermann, der vor wenigen Tagen seinen 55. Geburtstag feierte, gelang es schnell, die Kantorei zu einer festen Gemeinschaft zusammenzuführen, neue Sänger für den Kirchenchor zu gewinnen - auch aus der katholischen Gemeinde. Das Organisieren und Einstudieren von Chorkonzerten und das Aufführen von Oratorien in großer Besetzung brachten ihm großen Beifall nicht nur des Blankenburger Publikums ein. Die von ihm ins Leben gerufene Reihe der Sommerkonzerte führt seit Jahren renommierte nationale und internationale Künstler in die Stadt. Der Posaunenchor ist unverzichtbarer Bestandteil vieler Veranstaltungen. Und dank Jürgen Opfermann ist der Nachwuchs an jungen Blasmusikern gesichert.

Gewürdigt wurde im Kleinen Schloss auch sein Wirken in der Region. So ist Jürgen Opfermann Musiklehrer am Kirchenmusikalischen Seminar Halberstadt. Er pflegt enge Kontakte zu den Nachbarkantoren, so dass es regelmäßige gemeinsame Konzerte mit den Kantoreien aus Bad Harzburg, Neinstedt, Wernigerode, Quedlinburg und Braunlage gibt. Er wirkt im A-capella-Chor Halberstadt als Sänger mit und als Cembalist des Telemann-Kammerorchesters Michaelstein.