Neue Spielplätze und Bebauungspläne waren am Donnerstag Themen im Ilsenburger Hauptausschuss. Rote Dächer in Drübeck sorgten für Uneinigkeit.

Ilsenburg l Der Hauptausschuss des Ilsenburger Stadtrats ist am Donnerstag zu seiner 37. Sitzung zusammengekommen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Investitionsplanungen, der Bebauungsplan für das Gebiet "Am Kamp" in Drübeck und das Entwicklungs- und Handlungskonzept für Ilsenburg.

Über zwei Vorhaben der Stadt informierte Bau-Fachbereichsleiterin Ute Schwager-Löwe die Ausschussmitglieder besonders ausführlich: Im Ilsetal sollen mithilfe des REGIO-Förderprogramms zwei Spielplätze gebaut werden: Ein Wasserspielplatz und ein Frisbee-Parcours. "Dort kann Disc-Golf gespielt werden, eine Art Golfspiel, nur mit Frisbee-Scheiben", erklärte Ute Schwager-Löwe das Projekt. In anderen Bundesländern erfreue sich der Sport bereits großer Beliebtheit. Eine bis zu 80-prozentige Förderung ist über das REGIO-Programm des Landes möglich. der Antrag muss bis 31. März bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt eingereicht werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 59500 Euro, der Eigenanteil liege bei 11900 Euro, so die Fachbereichsleiterin. Voraussetzung für die Umsetzung der Projekte sei allerdings ein positiver Förderbescheid.

Für längere Diskussion sorgte der Bebauungsplan für das Gebiet "Am Kamp" in Drübeck. Der Ausschuss verständigte sich darüber, den Plan nach Abwägungen zum Schallschutz für zwei Wochen noch einmal öffentlich auslegen zu wollen. Zudem empfahl er die Ergänzung, dass ausschließlich Dachziegel in Rottönen verwendet werden dürfen. Dies hatte eine Stellungnahme des Ortschaftsrats Drübeck gefordert, um das Ortsbild nicht zu stören. Die Entscheidung fällten die Ausschussmitglieder mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung.

Debatten rief ebenso der Entwurf des Entwicklungs- und Handlungskonzepts für Ilsenburg hervor. Nachdem André Lüderitz (Linke) Fehler und Ungenauigkeiten in dem Dokument bemängelt hatte, einigte sich der Ausschuss darauf, dem Konzept nicht wie in der Tagesordnung angekündigt das Einvernehmen zu erteilen, sondern lediglich die Freigabe für die Veröffentlichung als Entwurf zu beschließen. Die Bürger sollen das Werk nun diskutieren, ergänzen und auf Fehler hinweisen.