Wernigerode l Bis zum Sachsen-Anhalt-Tag soll das Blumenuhr-Areal am Teichdamm in Wernigerode umgestaltet werden. Deshalb finden im Augenblick umfangreiche Bauarbeiten statt (wir berichteten). Thomas Fessel betreibt gegenüber der Baustelle in der Marktstraße 5 eine Kneipe.

Nicht nur der Baulärm stört ihn. Vor allem über die Pferdewagen ärgert er sich. Wegen der Arbeiten hat die Stadtverwaltung den Kremsern einen neuen Stellplatz zugeteilt - direkt gegenüber von Fessels Lokal. Der Wirt klagt nun, dass er Schwierigkeiten habe, die Einkäufe in sein Lokal zu befördern. "Wenn ich mit dem Auto vor der Tür halte, ist die Straße dicht. Ich habe deswegen schon Knöllchen bekommen", sagt er. Ob auch der Lkw, der die Bierfässer liefert, bis zum Pub durchkommt, wenn die Pferdewagen stehen, könne er nicht abschätzen.

"Nach wie vor ist die Durchfahrt von der Marktstraße aus gewährleistet", sagt Verwaltungssprecher Andreas Meling. Es könne aber vorkommen, dass die "Kutschen schlecht stehen". Alternative Stellplätze gebe es nur in den angrenzenden Straßen. Dort müssten allerdings Anwohnerparkplätze für die Fuhrwerke herhalten. "Das wird niemand wollen", so Meling.

Zwei Kutschen hätten auf der ausgewiesenen Fläche vor der Kneipe Platz. Eine dritte müsse am Oberpfarrkirchhof warten, bis ein Platz frei wird, so Meling. Thomas Fessel bietet er einen Vor-Ort-Termin mit dem Ordnungsamt an, um die Probleme zu besprechen.

Mit der Neugestaltung des Teichdamm-Areals erhofft Thomas Fessel auch für sich einige Verbesserungen. Auf die geplante Spülanlage für die Hinterlassenschaften der Pferde freut er sich besonders. "Die Geruchsbelästigung ist besonders im Sommer schrecklich", sagt Fessel.