Wie wohnen die Menschen im Norden Sachsen-Anhalts? Ob im eigenen Haus oder zur Untermiete - auch darauf gibt die Regionalanalyse der Mediengruppe Magdeburg Antworten. Der Vergleich der statistischen Werte macht deutlich, die Bewohner der früheren Kreise Halberstadt und Wernigerode sind mit ihrer Wohnsituation äußerst zufrieden.

Halberstadt (tk) l Die Menschen in den früheren Kreisen Halberstadt und Wernigerode (Bewohner in und um Quedlinburg wurden für diese Analyse nicht befragt) sind überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer aktuellen Wohnsituation. Das geht es aus den Daten der Regionalanalyse der Mediengruppe Magdeburg hervor, die auch Herausgeberin der Volksstimme ist. Während die Bewohner im Norden des Landes zu 76,6Prozent erklären, eine Veränderung ihrer Wohnsituation sei eher unwahrscheinlich/wird nicht eintreten, beträgt dieser Wert in der hiesigen Region 77,3Prozent. Nur der Bördekreis kann mit fast 85Prozent einen noch höheren Wert vorweisen. Auffällig dabei: Die Bewohner der Landeshauptstadt (77,9%) sind in dieser Frage zufriedenen als die Altmärker (69,4%).

Volksstimme weit leben die Menschen zu 42,1Prozent in ihrem eigenen Haus. Der Blick durchs Land macht deutlich, in der Börde (54,3%), in der Altmark (49,7%) und im Magdeburger Umland (49,1%) ist dieser Wert größer, ebenso in und um Halberstadt und Wernigerode: 48,9Prozent. In der Landeshauptstadt hingegen leben nur knapp 15Prozent im eigenen Heim.

Auffällig: Das Thema Eigentumswohnung spielt laut mm-Regioscan fast gar keine Rolle. Gerade einmal 1,5Prozent der Menschen im Norden Sachsen-Anhalts haben sich für diese Form des Wohnens entschieden. Die Bandbreite dabei reicht von 0,4Prozent im Umland der Landeshauptstadt bis 1,9Prozent in Magdeburg selbst. Übrigens, deutlicher Spitzenreiter bei Eigentumswohnungen ist die hiesige Region mit 2,9Prozent.

Die Angaben zum Wohneigentum bedeuten im Umkehrschluss, die Mehrheit der Befragten wohnt zur Miete. Im Landesnorden erreicht dieser Wert 56,4Prozent. Dabei überrascht nicht, dass die überwiegende Zahl der Magdeburger (82,9%) Mieter ist, die Harzer pendeln sich dabei mit fast 48Prozent im Mittelfeld ein.

Zurück zum Wohnen im eigenen Häuschen: Die Regionalanalyse macht deutlich, dass fast 70Prozent der Befragten allein in ihrem Eigenheim leben. Das Eigentum an Mehrfamilienhäusern macht bei dieser Frage die restlichen 30Prozent aus.

Und wie alt sind diese Häuser? In und um Halberstadt und Wernigerode sind mit 35,7Prozent die allermeisten Wohnhäuser zwischen 1919 und 1948 erbaut worden (Volksstimme weit 32,8%). Danach folgen die Baujahre 1901 bis 1918 mit 20,3Prozent (13,4%) und vor 1901 mit 15,6Prozent (9,1%) - mithin leben die Menschen hier in der Region im Vergleich mit den übrigen für die Regional-Analyse Befragten in den ältesten Häusern.

Zu DDR-Zeiten sind im Harzkreis (außer Quedlinburg) knapp ein Fünftel der heute genutzten Eigenheime gebaut worden, hingegen rund ein Drittel in der Region von der Altmark bis Zerbst. Nach der politischen Wende wurden im Harz und Vorharz rund 8Prozent der Wohnhäuser errichtet, klar weniger als die Hälfte im Vergleich des übrigen Volksstimme-Landes (18,3%).

weitere Infos zur Regional-Analyse im Internet unter www.mm-regioscann.de