Blankenburg l "Regenbogen, bunte Farben, lila, blau, grün und gelb, orange und rot" heißt es in einem Kinderlied. Und genau solch einen Regenbogen zauberten eine Handvoll Knirpse mit ihren Eltern unter Anleitung von Kunsterzieherin Maika Sorge am Sonnabend an die Wand des Toilettenhäuschens im Blankenburger Stadtpark. Eine ganze Wiese voller Blumen, lustige Tiere und nicht zu vergessen ein Wegweiser zum benachbarten Spielplatz ergänzen das kunterbunte Kunstwerk.

Dem Maleinsatz am Sonnabendmorgen war ein Aufruf an die Blankenburger Grundschüler vorausgegangen. Vor allem die Martin-Luther-Schule beteiligte sich mit rund 100 Vorschlägen zur Gestaltung des immer mehr von Grafitti übersäten Toilettenhäuschens. Selbst kurz nachdem die Mitarbeiter des Technischen Eigenbetriebs am Donnerstag die Wände mit einem freundlichen Ocker-Ton grundiert hatten, hatte sich ein Schmierfink an der Wand zu schaffen gemacht. Die kleinen und großen Künstler verarbeiteten die Kritzelei aber ganz kreativ in ihre prachtvoll bunte Blumenwiese.

"Schmierereien werden wir wohl nicht verhindern können. Aber das Häuschen so zu lassen, war auch keine Lösung", sagte Karsten Schubert, Mitinitiator der Aktion. Er war von der Resonanz und dem Einsatz ganz begeistert. Ursprünglich sollten nur zwei Seiten bemalt werden. Dann hatten sich aber soviele helfende Hände gemeldet, dass das Häuschen komplett gestaltet werden konnte. Malermeister Ralf Baberski sowie die Organisatoren Karsten Schubert und Andreas Meyer stellten dafür die Farbe bereit.

Nur ein paar Meter weiter sorgten weitere fleißige Helfer dafür, dass der Stadtpark von Unrat und Laub befreit wurde. Mit dabei Thomas und Anika Greif: "Solch ein Einsatz macht uns Spaß. Außerdem tun wir es für die Kinder, damit sie auch weiterhin Spaß haben, hier zu spielen", sagten die Blankenburger. "Das ist eine tolle Aktion", lobten sie die Privatinitiative.

Nachdem am Mittwoch Dachdecker Nils Haug mit seinem Team dem kleinen Pavillon inmitten des Parks ein neues Dach spendiert hatten, wurde am Sonnabendmorgen eine Wand des Häuschens abgetragen. Andreas Meyer und weitere Helfer strichen die verbliebenen Säulen. Demnächst sollen noch weitere Holzarbeiten am Pavillon in Eigeninitiative stattfinden.

Für einen geselligen Ausklang sorgten in der Mittagszeit die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. An ihrem Grillplatz hinter dem Gerätehaus hatten sie aber nicht nur die von Sponsoren zur Verfügung gestellten Getränke und Grillwürstchen ausgeben. Sie überraschten die jüngsten Helfer auch mit einer Spritzwand, an der sie sich ausprobieren konnten.

Bürgermeister Hanns-Michael Noll (CDU) dankte dabei allen Helfern, den Kameraden, den TEB-Mitarbeitern und vor allem den Initiatoren für ihr Engagement für eine schönere Stadt.

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