Wernigerode l Goldfunde in Wernigerode, eine Schürfstation an der Holtemme: Es wäre schön gewesen - zu schön allerdings, um wahr zu sein. Mit unserem Beitrag über die beiden Schatzsucher und ihren glücklichen Fund haben wir unsere Leser in den April geschickt. Viele Harzer durchschauten den Aprilscherz und reagierten mit Humor. "Kann nicht sein", sagte beispielsweise Jürgen Oels. "Ich habe da vor 20 Jahren schon alles rausgefischt." Ilsenburgs ehemaliger Bürgermeister Wilfried Obermüller behauptete sogar, Gold in der Ilse gefunden zu haben. Ob die Schürfgenehmigung nur am 1. April gilt, wollte René Sosna von der Wetterstation auf dem Brocken wissen. Hans Sondermann versprach, die Schürfstelle im Auge zu behalten und Fotos von Goldsuchern zu senden. Hans-Heinrich Haase-Fricke hat sich köstlich über den gelungenen Scherz amüsiert. "Wirklich goldig", so der Vorstandssprecher der Vereinigten Volksbank.

Die Achtklässler der Darlingeröder Marianne-Buggenhagen-Schule riefen bei der Volksstimme an, um den Redakteuren ihrerseits einen "Bären aufzubinden". Sie berichteten von mysteriösen Knochenfunden auf dem Schulgelände und einer archäologischen Sensation, um kurz darauf "April, April" ins Telefon zu rufen.

Unsere Lockvögel Ulrich Eichler und Otfried Wüstemann vom Wildfisch- und Gewässerschutzverein bekamen von der ganzen Aufregung nichts mit. Sie waren beim Lachsfischen in Schweden.

Übrigens: Der Beitrag über den Radweg am Stillen Wasser in Hasserode, der noch in diesem Jahr eine Beleuchtung erhalten soll, entsprach der Wahrheit. Einige skeptische Leser hatten auch hier einen Aprilscherz vermutet.