Rübelands neue Bode-brücke hat ihren Fahrbahnbelag, die Arbeiten liegen im Zeitplan. Der Fels über der Burgstraße wird Freitag genauer untersucht.

Rübeland l Es ist Mittwochfrüh: Nebel verhüllen die neue Brücke. Es sind jedoch trotz der Kühle keine Morgennebel, es ist Dampf vom gut 200Grad heißen Guss- asphalt. Die schwarze Masse wird von Kollegen einer Firma aus dem Jerichower Land mit der Schubkarre aufgebracht und dann fein säuberlich per Hand glattgestrichen.

"Gussasphalt ist dichter, fester und belastbarer als Walzasphalt, deshalb nehmen wir ihn für die Brücke", erläutert Bauüberwacher René Franke vom Landesstraßenbaubetrieb. "Der Belag ist sogar wasserdicht", verspricht Fachbereichsleiter Hilmar Klietz. Beide informieren, dass die Bauarbeiten trotz komplizierter Verhältnisse an der Brücke im Zeitplan liegen. Mitte bis Ende Mai soll sie fertig sein. Die Arbeiten kommen gut voran. Ab etwa 22.April werde der unmittelbar angrenzende Bereich der Bundesstraße 27 halbseitig gesperrt, um eine einzelne Abbiegespur zu bauen. "Sie soll sichern, dass trotz der weiteren Bauarbeiten eine Zeitlang die Durchfahrt Richtung Hasselfelde gewährleistet ist, so Franke. Dann würden die Lücken in den Straßenabschnitten der B 27 bis an die Brücke heran geschlossen.

Abgeschlossen ist die einige Millionen Euro teure, seit Jahren geplante und laut Experten auch überfällige Sanierung des Rübeländer Kreuzungsbereiches damit allerdings nicht. Ab Etwa Mai schließt sich der umfangreiche Ausbau der Huckelpiste in Richtung Hasselfelde an, mit Bau von Entsorgungseinrichtungen und des Gehweges um die Herzklippe.

Die Klippe selbst, so Franke weiter, erhalte derzeit bereits ihre Standfestigkeit. Der Grünbewuchs wurde entfernt, erste Anker sind gesetzt. "Wir klammern den Felsen sozusagen zusammen", sagt René Franke. Im Anschluss soll Rübelands Wahrzeichen, der steinerne Höhlenbär, den angestammten Platz oben auf der Herzklippe wieder einnehmen. Wann genau die Bärenfigur zurückkehrt, ist noch offen.

Fest steht dafür ein anderer Termin in dem an Baustellen nicht gerade armen Oberharz-ort: Am absturzgefährdeten Felsen über der Burgstraße werden am morgigen Freitag Geologie-Experten aus Leipzig die Felskuppe untersuchen. Die Straße darunter ist gesichert und halbseitig befahrbar. Das soll, erklärte Bauhofchef Andreas Weingarten, so bleiben. Es sei denn, die "Gefahrenbewertung" erfordere etwas anderes.

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