Der Harzklub-Zweigverein Blankenburg - Eisenbahndirektor Albert Schneider war 1886 immerhin erster Vorsitzender des Gesamtvereins - steht vor einem entscheidenden Jahr. Mehrere Vorstandsämter sind aktuell nicht besetzt.

Blankenburg l Als ein "Jahr der Bekenntnis" hat Helmut Schink, der Vorsitzende des Blankenburger Harzklub-Zweigvereins, das laufende Wanderjahr bezeichnet. Denn obwohl sein Verein mit 118 Mitgliedern gut aufgestellt ist und neben 22 Wanderungen auch zehn Klönnachmittage mit Kegeln und Vorträgen, Jahresabschlussfeier, Sonder- und Wanderfahrten sowie Arbeitseinsätze zur Pflege von Biotopen und Wanderwegen plant, plagen ihn personelle Sorgen bei der Besetzung von Vorstandsämtern. "Die jetzige Lösung ist nicht befriedigend und kann nicht die Zukunft unseres Zweigvereins sein", kritisierte Schink. Derzeit ist der Vorstand lediglich mit ihm als Vorsitzendem und gleichzeitigem Pressewart, Roland Hübner als Stellvertreter und kommissarischem Schatzmeister sowie Schriftführerin Waltraud Fey besetzt. Schink warb deshalb bei seinen Mitstreitern um Unterstützung. So fehlen dem Blankenburger Harzklub aktuell ein Wanderwart, ein Wegewart, ein Kartenwart, ein Kulturwart, ein Brauchtumswart und ein Pressewart. "Entweder wir schaffen eine tragfähige Lösung oder wir müssen uns bekennen, ob wir den Verein so noch weiterführen können", fand Schink drastische Worte zur Zukunft.

Immerhin konnte er zur Jahreshauptversammlung mit Barbara und Martin Hochmuth zwei neue Harzklubmitglieder begrüßen.

Darüber hinaus dankte Schink vor allem Jürgen Kehlert. Obwohl er die Funktion des Schatzmeisters im März vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte, arbeitete er noch bis zum Jahresende stillschweigend weiter und erstellte sogar noch die Jahresabschlüsse für den Verein sowie das Herbergsmuseum. "Unser Wunsch ist es, dass Jürgen Kehlert uns auch weiterhin mit seinem vielseitigen Wissen im Harzklub, ob als Wanderführer oder bei den Problemen mit den Wanderwegen zur Seite steht", so Helmut Schink, der ihm ein großes Lob für seine bisherige Vorstandsarbeit zollte.