Wenn der Winter geht, muss der Dreck weg. Dazu haben zahlreiche Helfer beigetragen, die sich am Sonnabend am diesjährigen Frühjahrsputz in Wernigerode beteiligten.

Wernigerode l Bodo Weber schüttelt den Kopf. "Es ist jedes Jahr das Gleiche." Der Garagenpächter weist die Klaproth-Straße hinunter - auf der Strecke sind häufig Kunden eines Schnellrestaurants unterwegs. In der Hecke an der Straße finden die Helfer des Garagenvereins Stadtfeld beim Frühjahrsputz regelmäßig Verpackungen, die achtlos aus dem Auto geworfen werden - wie am Sonnabend.

Etwa 35 Vereinsmitglieder sind ab 9 Uhr im Stadtfeld auf den Beinen, um rund um die 950 Garagen des Komplexes für Ordnung zu sorgen. Das ist bitter nötig. "Wir finden Flaschen, Eimer, Fahrradteile, einfach alles", berichtet Christel Kettan. Auch Kühlschränke, Toiletten und ganze Badezimmereinrichtungen werden abgeladen, weiß der Vereinsvorsitzende Uwe-Friedrich Albrecht. Positiv sei aber: "Von Jahr zu Jahr beteiligen sich mehr Helfer am Frühjahrsputz." Und die haben auch gleich den angrenzenden Spielplatz in Ordnung gebracht.

Weniger Müll als in den Vorjahren haben die Helfer am Agnesberg gefunden. Seit Jahren sorgen dort die Mitglieder der Neuapostolischen Gemeinde im Frühjahr für Ordnung. Zu tun haben die etwa 25 Helfer dennoch. Sie sammeln abgebrochene Äste und harken die Wege frei. "Das Laub ist ganz schön tief", sagt Reinhard Kindler. Derweil bringt Lydia Seiler mit dem Wagen die zweite Fuhre Grünschnitt weg. "Was wir gesammelt haben, reicht aber noch für drei weitere Fuhren", sagt sie. Mit dem gesammelten Holz wird das Wernigeröder Osterfeuer bestückt. Viele Kinder helfen mit, wie die 13-jährige Luisa. "Wir möchten hier schließlich entlang gehen und uns an der Natur erfreuen", sagt sie.

Schon um 7.30 Uhr haben die Silstedter Schützen Schaufeln und Spaten in die Hand genommen, berichtet Kassenwart Holger Mänz. Rund um das Schützenhaus, den Luftgewehrschießstand und das Schützenzelt wurden das Laub geharkt, der Rasen gemäht und kleinere Reparaturen erledigt. Die 21 Vereinsmitglieder bauten zudem eine Benjeshecke, in der sich Kleintiere und Vögel wohlfühlen. An der Lindenmühle pflanzten die Schützen auf Anregung des Stadtforstes zehn Pappeln - "als Zukunftsbaum für den Rotmilan", sagt Holger Mänz. Rundherum haben die Schützen Hundsrosen und Schlehen gepflanzt. Die Sträucher können Wildtieren als Unterschlupf dienen.

 

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