Die Namensgebung für zwei kleine Bärenfiguren in Rübeland steht kurz bevor. Das Wahrzeichen im Ort erhält eine Kur.

Elbingrode (bfa) l "Drei Männer und ein Bär" heißt in den nächsten Wochen das geheime Motto bei Steinmetzmeister Kurt Lichtblau. Denn sein Team hat einen besonderen "Patienten" in der Werkstatt liegen: Rübelands Höhlenbär, das Wahrzeichen des Ortes.

Der schwere Beton-Petz war 1984 als Ersatz für eine noch ältere Figur aus dem 19. Jahrhundert auf der Herzklippe aufgestell worden. Er musste im November 2010 abgenommen werden. Der Zahn der Zeit hatte am Bären ebenso genagt wie an der Herzklippe. Beides wird derzeit fachkundig saniert.

Während sich Bauexperten um die Klippe in Rübeland kümmern, wird in der Steinmetzwerkstatt in Elbingerode daran gearbeitet, die denkmalgeschützte Bärenfigur aufzuarbeiten. Die Figurenteile sollen dabei besser verbunden und insgesamt standfester werden, wie Kurt Lichtblau erläutert. Gravierende Probleme bei der Arbeit mit der auch als "echtem Rübelandbär" angesehenen Figur sehe er nicht, so Lichtblau. Eile sei nicht nötig, da erst die Klippe saniert sein muss, bevor das Standbild wieder obendrauf komme. Unterdessen mehren sich in Rübeland die Bärenfiguren. Die inzwischen vier neuen Bären sollen zeigen, dass Rübelands Höhlen nicht nur schön sind, sondern als größte Fundorte eiszeitlicher Höhlenbären in Norddeutschland gelten. Zwei Bärenfiguren erhalten am Sonnabend ab 14.30 Uhr ihre Namen aus der Volksstimme-Leseraktion.