Die Burg und Festung Regenstein ist während der Ostertage traditionell in Wikingerhand. Gruppen aus ganz Deutschland leben und feiern dort wie das nordische Volk dereinst im frühen Mittelalter - ganz zur Freude Tausender Schaulustiger.

Blankenburg l Auch wenn es dafür keinen historischen Hintergrund gibt - denn die Wikinger waren wohl niemals im Harz - eignet sich der Regenstein vortrefflich für ein interessantes Spektakel. Die österlichen Wikingertage wurden bereits zum zehnten Mal vor den Toren Blankenburgs gefeiert.

Mit dem Besucheransturm waren die Organisatoren um Eberhard Heieck aus Cottbus in diesem Jahr sehr zufrieden. "Jährlich werden es mehr. Diesmal waren es täglich sogar über 1000 Gäste, die den Weg zur Burg erklommen haben", hieß es am Ostermontag, dem letzten Veranstaltungstag. Die gut 300 aktiven Wikinger in ihren Zeltlagern rings um die Burg hatten sich ausreichend Feuerholz und Bärenfelle zum Erwärmen während der kühlen Frühjahrsnächte mitgebracht. Für die Besucher gab es allerlei aufmunternde Getränke sowie vielseitige stimmungsvolle Programmteile.

Alles verlief wie immer dem Leben der nordischen Menschen nachempfunden. Eine Stammtruppe mit etwa 15 Handwerkerständen und Kämpfern steht dabei im Mittelpunkt. Dazu kamen verschiedene Wikingersippen aus ganz Deutschland, die während des Osterfestes in ihren Zeltlagern "hausten" und sich bei ihrem Tagesablauf ebenso wie die Handwerker von den schaulustigen Besuchern beob-achten ließen.

Weitgereiste Künstler und Gaukler sorgten für zeitgemäße Unterhaltung. Sie spielten auf historischen Instrumenten und immer wieder gab es der Wikingerzeit nachempfundene Wettkämpfe. Nicht wenige der Besucher beobachteten das Spektakel selbst in historische Kleidung gehüllt. Für die Kinder war am Ostersonntag ein großes Eiersammeln vorbereitet worden. Etwa 1000 bunt bemalte Ostereier gab es dabei zu finden. Außerdem hatten die jüngsten Gäste viel Spaß an einem kleinen Osterhasen-Streichelzoo.

An den Ständen wurden wie immer Speis und Trank nach Wikingergeschmack sowie diverse vor Ort und unter den Augen der Besucher gefertigte Souvenirs angeboten. Gerade die Darstellung der Handwerkskunst war für viele, der zum großen Teil von weither, angereisten Gäste besonders sehenswert.

Das nächste große vom selben Veranstalter organisierte Mittelalterspektakel wird es auf dem Regenstein bereits zu Pfingsten geben. Dann soll als besonderer Gast der feuerspeiende Drache "Rammdorn" mit unter den erwarteten Akteuren sein.

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