Wernigerode l Ein Großteil der 48 im Januar noch auszutauschenden Blei-Hausanschlussleitungen in Wernigerode sind inzwischen erneuert worden, wie die Stadtwerke mitteilen. "Wir haben seit Anfang des Jahres 30 betroffene Anschlüsse saniert", so René Francke, Leiter des Trinkwassernetzes.

Die Bleirohre seien in den Straßen Unterm Ratskopf, Rosa-Luxemburg-Straße, Große Bergstraße und Feldstraße ausgetauscht worden.

Wann die noch ausstehenden 18 Leitungen gewechselt werden, hängt Francke zufolge unter anderem von den Genehmigungen ab. "Wie bei anderen Bauvorhaben auch, benötigen wir verkehrsbehördliche Anordnungen und Aufbruchgenehmigungen, damit wir in die Straßen dürfen", erläutert er. Bei den aktuell bestehenden Baustellen und Umleitungen in Wernigerode sei dies in manchen Fällen nicht ganz einfach. "Unser Ziel ist es jedoch, die restlichen Blei-Hausanschlussleitungen ebenfalls schnellstmöglich auszutauschen", so Francke.

Für Trinkwasser gilt seit Dezember 2013 ein neuer, niedrigerer Grenzwert, der mit Bleileitungen im Haus nicht mehr eingehalten werden kann. Blei ist vor allem für Schwangere und Kleinkinder gefährlich. Es wirkt als Nervengift und kann zu Verhaltensstörungen, Hyperaktivität, Beeinträchtigungen der Intelligenz, der Aufmerksamkeit und der Feinmotorik führen. Das Gesundheitsamt in Halberstadt kontrolliert die Qualität des Trinkwassers in Wernigerode regelmäßig. Überschritten wurden die Werte bisher nur selten.