Die Renaturierung zweier Teiche am Ortsrand von Blankenburg wollen die Mitglieder des hiesigen Anglervereins im neuen Jahr vorantreiben. Höhepunkt des vergangenen Jahres war der erstmalige Erwerb eines eigenen Gewässers an der Brockenstedter Mühle.

Blankenburg. "Blankenburgs Sportangler haben sich für das begonnene Jahr viel vorgenommen", kündigt der Vereinsvorsitzende Udo Leier an. Das ist allerdings nicht ungewöhnlich für diesen sehr aktiven Verein, dem seit der Eingemeindung der umliegenden Orte drei weitere bisher selbständige Vereine angehören. Im April vorigen Jahres wurden dazu die entscheidenden Weichen gestellt.

Neu war 2010, dass die gemeinsamen Veranstaltungen an den Angelgewässern von allen Sportfischern jeden Alters besucht werden konnten und somit gesonderte Jugend- oder Seniorentreffen dort entfielen.

Mit dem Kauf des Gewässers an der einstigen Brocken-stedter Mühle (zwischen Osterholz und Börnecke gelegen) besitzt der Blankenburger Anglerverein nun das erste eigene Angelgewässer. Die Fläche einschließlich Damm hat eine Größe von 1,4 Hektar und kostete den Verein 2000 Euro plus 800 Euro für Notar, Wertgutachten und weitere Nebenausgaben.

Traurig für alle Angelfreunde ist der Verlust des langjährigen Vorstandsmitglieds Karl-Heinz Grabe, der am 2. Oktober 2010 verstarb.

"Erleichterung mit weniger Bürokratie"

Im laufenden Jahr wollen die Sportfischer noch vor Beginn der Frühjahrssaison versuchen, Regelungen für die Anfahrt zu den Angelbereichen an den Harzer Talsperren zu vereinbaren. Neue Gesetze hatten hier Barrieren errichtet, die dem Vereinsleben entgegenstehen, so Udo Leier.

Erstmalig werde es 2011 Angelberechtigungen geben, die eine dreijährige Gültigkeit haben werden, kündigt der Vereinschef an: "Eine weitere Erleichterung mit weniger Bürokratie."

Die Fangbegrenzung wurde ebenfalls verändert und damit die Zahl der erlaubten mitzunehmenden Fische sowie deren Größe neu geregelt. Diese Bedingungen für das Sportfischen sind auch auf der Angelberechtigung nachzulesen.

Ein wichtiger Vereinstermin wird der 9. April sein. Dann findet die Jahreshauptversammlung im Sportforum statt. Eine Woche später, am 16. April, steht das alljährliche Vereinsvergnügen im Michaelsteiner "Schafstall" auf dem programm. Karten gibt es wie immer über Hans Noack, Telefon (03944) 62052.

"Unser größter Wunsch für dieses Jahr ist ein weiteres Renaturierungsvorhaben", fügt Udo Leier im Gespräch mit der Harzer Volksstimme an. "Seit dem Hochwasser von 1905, das einst die Dämme der Bastteiche brechen ließ, liegen hier mehrere Teiche trocken und sind inzwischen verwildert. Die bereits vollzogene Renaturierung und Reaktivierung dort möchten wir nun gern vollenden und damit die Lücke zwischen den bereits wieder aktivierten Teichen schließen."

Konkret geht es um die beiden Teiche oberhalb der Chaussee nach Michaelstein und das Gelände bachaufwärts des Mönchemühlenteiches. Hans Zordel habe bereits als Eigentümer des Areals und Förderer des Blankenburger Anglervereins seine Zustimmung zur Nutzung gegeben, so Leier. Auch die Stadtverwaltung unterstütze das Vorhaben und habe entsprechende Anträge bei der Kreisverwaltung eingereicht. Zurzeit werde eine hoffentlich positive Antwort im Sinne des Naturschutzes sowie der Hege und Pflege des Fischbestandes von dort erwartet.