Der Freundeskreis der Derenburger Diesterweg-Grundschule hat zu Beginn des Jahres sein eigenes Schulobstprogramm aufgelegt. Regelmäßig beliefert nun die Obstplantage von Heike und Carsten Kundt aus Aspenstedt die Mädchen und Jungen mit saisonalen Früchten und sorgt damit für ein vitaminreiches Extra in den Pausen.

Derenburg. Äpfel, Birnen, Himbeeren, Kirschen, Pflaumen – allesamt frisch und nur wenige Kilometer von Derenburg entfernt geerntet. Die Mitglieder des Freundeskreises der Derenburger Diesterweg-Grundschule mussten nicht lange überlegen: "Nachdem unsere Schule nicht in den Genuss des Schulobstprogramms des Landes gekommen ist, haben wir uns entschlossen, dies selbst in die Hand zu nehmen", erklärte Vereinschefin Ute Urban. Alle 14 Tage beliefern nun ganz unbürokratisch Heike und Carsten Kundt die Derenburger Grundschüler mit dem Obst von ihrer Aspenstedter Plantage. "Die Kinder nehmen das zusätzliche Obst gern an. Und wir hoffen damit ihre Konzentrationsfähigkeit zu stärken", so Ute Urban, deren Mitstreiter gleich noch das nötige Werkzeug für das Programm beisteuerten – inklusive Apfelschneider.

"Wir finden die Idee gut, weil wir uns gesund ernähren. Und es schmeckt auch gut", sagte gestern spontan ein Junge, als Heike Kundt mit ihrem Sohn Carsten die nächste Ladung Äpfel in der Grundschule vorbeibrachte. Dafür bedankten sich Rektorin Cornelia Köhler sowie Steffen Kühne und Ulrich Krebs vom Freundeskreis im Namen der Kinder ganz herzlich.

Für die Obstbauern, die auf fünfeinhalb Hektar Äpfel anbauen und in der Region direkt vermarkten, ist die Initiative der Derenburger – Kundt: "Das Programm des Landes ist viel zu kompliziert." – auch der Beginn für eine engere Zusammenarbeit mit der Schule. So wird es wohl bald Besuche der Kleinen in Aspenstedt geben. "Sie können sich dort unsere Plantage anschauen und genau sehen, was und wie es dort wächst. Das ist einfach schön", so Heike Kundt.

Und dieses Ziel verfolgt auch der Freundeskreis. Die Kinder können saisonale Früchte aus der Region in der Gemeinschaft zubereiten und essen, und lernen dabei auch, welche Obstsorten hierzulande wachsen. "Wir hoffen, dass wir dieses Vorhaben dauerhaft aufrecht erhalten können", so Ute Urban.

Engagierte Mitstreiter weiter gern gesehen

Neben dem Schulobstprogramm setzen sich die Mitglieder des Freundeskreises auch für andere Projekte ein. So wurden im vergangenen Jahr unter anderem Kissen für den Gruppenraum sowie Aufhängevorrichtungen für die Bilder der Kinder angeschafft, eine Schulfahrt nach Nordhausen unterstützt und der Besuch des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode, bei dem die Kinder alle Instrumente des Ensembles live erleben konnten.

Der Verein ist nach wie vor für Unterstützungen und weitere Anregungen dankbar und sucht weiter engagierte Mitstreiter. Aber auch Spenden sind gern willkommen. Sie können auf das Spendenkonto bei der Harzsparkasse, Konto-Nummer 300107749 (Bankleitzahl: 81052000, eingezahlt werden.