Ein ausgesprochen gelungenes Projekt mit viel Musik und interessanten Beiträgen hat die Blankenburger "Kirche auf dem Weg" im Georgenhof sprichwörtlich auf den Weg gebracht. Fast 300 Besucher kamen zu dem ersten Gottesdienst im Freien mit anschließendem gemeinsamen Fest.

Blankenburg l "Aufeinander zugeh`n" - Das Motto des Freitagabend im Georgenhof war Programm. Die evangelische Gemeinde hatte dazu alle Mitglieder, aber auch Gäste aus der Region eingeladen, die nicht zum Bereich der Braunschweiger Landeskirche gehören, sowie Menschen, die nur seltenen oder gar keinen Kontakt zu christlichen Gemeinschaften pflegen.

Die Jugendlichen aus der Gemeinde empfingen die Besucher und begrüßten sie zunächst mit einem anonymen Fragezettel, der später bestätigen sollte, dass sehr viele Gäste nicht zu den regelmäßigen Kirchgängern gehören. Trotzdem war das Interesse an diesem ersten, hier mit Pfarrer Andreas Weiß gefeierten Gottesdienst unter freiem Himmel, groß. Dabei gab es tatkräftige Unterstützung von zahlreichen Gemeindegliedern und freiwilligen Helfern.

Thema war zunächst im Gottesdienst die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn, der seinen Vater und die Familie verlässt, um sein eigenes Glück zu suchen, aber dabei nur deren Geld verprasst. Immer wieder entstanden dabei Bezüge zur heutigen Zeit mit ihren Generationsproblemen. Am Schluss der Geschichte kehrt der Sohn jedoch reumütig zurück, der Vater verzeiht ihm und alle feiern ein fröhliches Fest.

So begann auch der zweite Teil des Treffens im Georgenhof. Mit einem leckeren Schmaus, den die freiwilligen Helfer den ganzen Tag über angerichtet hatten. Dazu gab es zahlreiche weitere Aktionen an mehreren Ständen. Der Pfarrer selbst, Kantor Jürgen Opfermann mit dem Posaunenchor und einigen Nachwuchs-Musikanten sowie der Gospelchor des Gymnasiums "Am Thie" begleiteten sowohl den Gottesdienst, als auch das nachfolgende Fest musikalisch. Besondere Stimmung kam auf, als Peter Grunwald alle zum gemeinsamen Trommeln animierte. Auch Bürgermeister Hanns-Michael Noll samt Familie stimmten hier mit ein.

Erst mit den ersten Regentropfen und späterem Dauerregen fand das Fest seinen Abschluss. Aber nicht ohne die Hoffnung der Organisatoren und der Besucher auf eine mögliche Wiederholung. "Vielleicht künftig zweimal im Jahr", denkt nicht nur der Mitinitiator der Auftaktveranstaltung, Ulrich Kurschat.

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