Wernigerode l Olaf Wunder hat am Sonntag zu jenen Gästen gehört, die anlässlich des 37.Internationalen Museumstages das Harzmuseum in Wernigerode besucht haben.

Der Veckenstedter weilte schon mehrmals im "kulturellen Gedächtnis" der Stadt, bisher aber stets in den öffentlichen Schauräumen. Nun hatte er erstmals, wie die meisten anderen Gäste, Gelegenheit, einige jener Exponate zu betrachten, die sonst im Verborgenen lagern.

"Etwa 90 Prozent unserer Exponate befinden sich im Depot, nur zehn Prozent können gezeigt werden", sagte Kulturamtsleiterin Silvia Lisowski, die auch für das Harzmuseum zuständig ist. Aus den Kunstgegenständen im Depot schöpfe sie immer, wenn Sonderausstellungen organisiert werden. Hinzu kämen Leihgaben anderer Museen oder von Privatpersonen.

Im Gespräch mit Gästen dankte die Amtsleiterin für die zahlreichen Spenden, die oft zunächst im Depot landen. Gelegentlich könne sie auch angebotene Kunstwerke ankaufen, sagte sie. "Das geschieht immer dann, wenn das Angebot ins Konzept des Museums passt und die Preisforderung gerechtfertigt ist."

Bei Gemälden von Wilhelm Pramme beispielsweise sei sie vor allem an Arbeiten interessiert, die vor 1926, also seiner Weltreise, entstanden sind. Diese Bilder seien selten. Es gehöre dagegen nicht zum Konzept, Alltagsgegenstände zu erwerben. Bei solchen Offerten verweise sie auf den Silstedter Museumshof. Und was wird aus den Spenden? "Sie bleiben im Museum, werden weder verkauft noch getauscht", so Silvia Lisowski. Das sei strikt verboten, versicherte die studierte Geschichtswissenschaftlerin mit Nebenfach Kunstgeschichte.