Während die Ufer der Holtemme in Derenburg in den vergangenen Jahren aufwändig befestigt wurden, sehen Anlieger nun Probleme mit dem Mühlgraben. Derweil schwoll die Holtemme bei Mahndorf gestern Abend bis an die erste Warnstufe an.

Derenburg. Während die meisten Derenburger durch die Mitte vergangenen Jahres aufwändig verstärkten Uferbereiche vor einem Hochwasser der Holtemme wohl bestens geschützt sind, sorgen sich nun Anwohner des Mühlgrabens. Sie befürchten, dass das Wasser nicht mehr richtig abfließen kann und dann ihre Grundstücke überflutet. "Die Uferbefestigungen der Holtemme wurden so schön gemacht. Ich wäre sehr froh, wenn auch die Ufer des Mühlgrabens so akkurat befestigt würden", meint Richard Tiebke und zeigt auf die durchgefaulten Holzbohlen, die in den vergangenen 30 Jahren den Bachlauf begrenzten. Auf mehreren Metern fehlen schon die Befestigungen, die einst sein Schwiegervater auf dem Areal an der Gartenstraße angelegt hatte.

Pegel bei 90 Zentimeter

Der Mühlgraben verläuft genau zwischen Wohnhaus und Garten und mündet an der Ecke zur Promenade in ein Wehr. Da sich an einigen Stellen schon Bisamratten durch die Uferränder gebuddelt hätten, sei auch das Erdreich locker. "Ich wäre froh, wenn der Graben verrohrt werden würde", meint Richard Tiebke, der sich für solch ein Vorhaben auch Hilfe von den Stadtvätern erhofft. Aber vielleicht werden seine Sorgen auch weniger, wenn das Wehr erst fertiggestellt ist.

Nach einem kurzzeitigen Hoch am vergangenen Sonntag hat sich die Holtemme im Lauf des gestrigen Tages der Hochwasserwarnstufe 1 genähert. Am Pegel Mahndorf wurde um 18 Uhr ein Wasserstand von knapp 90 Zentimetern gemessen. Die Hochwasservorhersagezentrale des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft rechnete am Abend dort weiter mit einem leicht steigenden Pegel.

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