Seit kurzem läuft doch eine Talsperre über – wird planmäßig entlastet, wie der Talsperrenbetrieb erläutert. So werde in der Talsperre Königshütte (Trogfurter Brücke) derzeit Platz geschaffen für etwaige neue Schnee- und Regenfluten.

Blankenburg/Stadt Oberharz. "Die Zuläufe sind auf hohem Niveau, aber sie sinken weiter, und auch wenn es regnet – kältere Temperaturen sind angesagt, das wird die Lage weiter entspannen."

Das schätzte Joachim Schimrosczyk, Chef der Talsperren-überwachung, gestern Nachmittag zur Situation im Talsperrensystem auf dem Gebiet der Stadt Oberharz ein. Wegen der zurückgehenden, aber in der Menge doch großen Zuflussmengen sei die Abgabe aus verschiedenen Talsperren gestern erhöht worden.

So fließen aus der Rappbodetalsperre nun rund 35 Kubikmeter je Sekunde ab. Auch an der Wendefurther Talsperre wird die gestaute Wassermenge reduziert, wengleich die Anlieger am Unterlauf der Bode dadurch mit anhaltend viel Wasser fertig werden müssen.

Die Talsperre Königshütte (Trogfurther Brücke) läuft derzeit sogar planmäßig über. Das bietet nicht nur einen "imposanten Anblick", wie Leserin Carola Rogge aus Wernigerode schreibt. Es sei nötig, so Jo-achim Schimrosczyk aus wasserwirtschaftlicher Sicht, um sowohl die Königshütter Talsperre als auch die Rappbodetalsperre zu entlasten.

Die rund 18 Kubikmeter Wasser, die pro Sekunde über die Oberkante der Königshütter Talsperre rauschen, fließen direkt in den Wendefurther Stausee. "So kann die mit 105 Millionen Kubikmetern (von möglichen 109 Millionen - Red.) recht hoch eingestaute Rappbodesperre entlastet werden", erläutert Schimrosczyk: "Und so bereiten wir uns schon auf die etwaigen nächsten Fluten vor."