"Jazz in der Remise" unter dem Dach des Kunst- und Kulturvereins Wernigerode erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Um so mehr freut sich der Jazz-Club-Chef Friedmar Quast, für die 12. Saison wieder ein "tolles Programm" anbieten zu können, dass die Reihe von 2010 noch überbietet. Dank zuverlässiger Partner.

Wernigerode. Die Remise des Kunst- und Kulturvereins der Stadt ist längst ein Publikumsmagnet und eine beliebte Veranstaltungsstätte für Künstler zugleich. So haben die Kleinkunstreihen ihre Anhänger und gewinnen stets neues Publikum hinzu. Das gilt für die Kabarett-Reihe, die am Freitagabend mit dem "Pro-Läster-Rat" der TU Magdeburg in die Saison gestartet ist, ebenso wie für Klassik und Jazz.

Ein Selbstläufer sind die Veranstaltungen nicht. Es bedarf viel Engagement der Verantwortlichen um Vereinschef Rainer Schulze, jedes Jahr aufs Neue ein anspruchsvolles Programm zu organisieren und dafür auch Partner zu finden.

Dem Jazz-Club ist dies für seine 12. Saison gelungen. "Wir freuen uns, die Stadtwerke, Volksstimme und Allianz-Kulturstiftung wieder im Boot zu haben", so Friedmar Quast kurz vor der Unterzeichnung des ersten Sponsorenvertrags. Dazu traf sich der Club-Vorsitzende mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Steffen Meinecke, in der Remise. Dort, wo am Sonnabend, 29. Januar, die Konzertreihe "Jazz in der Remise 2011" um 20 Uhr mit dem "Cristin Claas Trio" eröffnet wird. Dass diese Veranstaltung bereits ausverkauft ist, begründet Friedmar Quast so: "Bei dem Trio handelt es sich um drei wagemutige Musiker, die für ihre Faszination bekannt und ihre brillanten Songs beliebt sind." Einen Namen habe aber auch die Jazz-Reihe in Wernigerode. Längst kommen die Besucher nicht nur aus der Stadt und Umgebung. Quast: "Wir haben Fans in Goslar, Bad Harzburg, Braunschweig, Osterode, Halberstadt und Quedlinburg."

Neben dem Auftaktkonzert in zwei Wochen, das übrigens zum 12. Club-Geburtstag stattfindet, unterstützen die Stadtwerke auch den Jazz-Brunch mit Dixieland auf dem Gelände des Wasserkraftwerks "Steinerne Renne". "Darauf freue ich mich besonders", sagt Steffen Meinecke. Für den Nachfolger von Wenzislaw Stoikow sei diese Open-Air-Veranstaltung eine ausgezeichnete Möglichkeit, Musik und Technik zu verbinden. Die Besucher können nämlich gleichzeitig die Ausstellung und das Haus besichtigen sowie erfahren, wie der sogenannte Ökostrom, den die Stadtwerke auch anbieten, mit Wasserkraft erzeugt wird. "Und sie können fetzigen Dixieland genießen", ergänzt Quast. Zum Brunch am 3. Juli ab 11 Uhr spielen die "Dixie King‘s" in traditioneller Besetzung mit Susaphon und Waschbrett. Und für das entsprechend sonnige Wetter wolle er auch sorgen, damit wie im Vorjahr wieder 160 Besucher einen so schönen Kulturtag am Industriedenkmal erleben.

Bis auf Juni können sich die Jazzfreude jeden Monat auf ein Konzerterlebnis freuen", so Quast weiter. Aus seiner Sicht sei der Veranstaltungskalender 2010 noch "getoppt" worden. Jedes Konzert sei "interessant" und "ein Knaller". Ein besonderer mit Sicherheit das Konzert am 15. Oktober mit "Friend ‘n Fellow", das von der Volksstimme präsentiert wird. Vorerst soll aber der Start gelingen. Deshalb bittet Friedmar Quast all jene, die Karten für das Konzert mit dem "Christin Claas Trio" vorbestellt haben, diese in Jüttners Buchhandlung umgehend abzuholen. "Damit am 29. Januar wirklich kein Stuhl leer bleibt."