Mit Sonne, einer Baumpflanzung, Musik und vielen Gästen haben Rübeländer Bürger das Freibad Bodeperle eröffnet. Ihm drohte die Schließung. Ein Verein ermöglicht nun das tägliche Badevergnügen.

Rübeland l Eine Traubeneiche wachse 50 bis 100 Jahre, sagte Rübelands scheidende Bürgermeisterin Monika Badstübner (SPD) zur Baderöffnung am Sonnabend. So lange möge das Rübeländer Freiluftbad auch weiter bestehen, mindestens.

"Und wenn ihr einmal so alt seid wie ich, ist der Baum groß und ihr könnt sagen, ihr habt ihn mit gepflanzt", setzte die 69-Jährige mit Blick auf Selina Zimmermann (11) und Lukas Querfurth (10) hinzu.

Die beiden Kinder gingen den Vereinschefs Ronald Probek und Dietmar Wiekert beim Pflanzen des Gedenkbaumes zur Hand. Er soll an die Erbauer der einstigen "Sommerfrische" Mitte der 1930-er Jahre erinnern, so Wiekert, aber auch an den modernen Ausbau nach einem Bürgervotum und an die nun erfolgte Übernahme des Badebetriebs durch die Bürger in Gestalt des Fördervereins. Eine Gedenktafel sei in Arbeit.

Kurz darauf spang Vereins-chef Ronald Probek selbst zum Auftakt der Saison unter Trommelwirbel ins 17 Grad warme Wasser. Damit nahm das zweitägige Fest rund um das Edelstahlbecken mit Rutsche und Wasserpilz seinen Lauf. Der Spielmannszug Neuwerk mit Tina Schulze als Stabführerin sorgte für Musik, Frauen des Ortes hatten reichlich Kuchen gebacken. Sylvia Krebs, Beate Ecklebe, Marlies Hinze und Marion Stenzel brauchten nicht lange auf Kaffee- und Kuchenfreunde zu warten.

Am Sonntag strömten erneut Kinder und Eltern ins Bad, das wegen Geldmangel in der Stadt von der Schließung bedroht war. Die Bürger ließen das nicht zu. Ronald Probek würdigte mehrfach mit einem Dankeschön alle Helfer. Von der Organisation bis zu Rohreinigung, Toilettenbau und Kassierung mussten viele Aufgaben gelöst werden - sie wurden und werden gelöst, hieß es.

Geöffnet ist Rübelands Freibad Bodeperle nun je nach Wetterlage von 10 bis 18 Uhr.

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