Benneckenstein l Mit "Hurra!"-Rufen und dem Jubel "Vivat Preußen!" haben zahlreiche Harzer und Gäste Preußenkönig Friedrich II. begrüßt.

Etliche Benneckensteiner waren in historischen Uniformen und Berufstrachten erschienen und ließen den von Rolf Borchert (Halberstadt) dargestellten Monarchen hochleben. "Friedrich der Große" versprach wirtschaftlichen Aufschwung unter seiner Herrschaft, forderte den Anbau der Kartoffel und sichert sieben Jahre Steuerfreiheit zu, was besonderen Jubel auslöste.

Anlass für das Spektakel ist die Enthüllung eines Gedenksteins für den später auch "Alter Fritz" genannten Preußenherrscher. Der hatte das 368 Jahre lang zwischen Fürstentümern geteilte Dorf Benneckenstein 1740 geeint, in dem er ein Gebiet der Herrscher von Schwarzburg-Rudolstadt aufkaufte. Ein Jahr darauf wurde Benneckenstein zur Stadt erhoben. Ein Besuch des Preußenkönigs in Benneckenstein aber ist nicht belegbar.

Aufgestellt wurde der Gedenkstein für den König vom Kultur- und Heimatverein, der damit an diesen Meilenstein in der Geschichte Benneckensteins zu erinnern.

Der Enthüllung des neuen Steins am Haus des Gastes schlossen sich eine Feier und ein kleines Konzert im Haus des Gastes an. Dabei wurde dem Heimatverein und allen Sponsoren, die das neue Denkmal ermöglicht haben gedankt. Beteiligt waren daran die Hermann-Reddersen-Stiftung, die Volksbank Braunlage und die Jagdgenossenschaft Benneckenstein.

Die Gedenksteineinweihung war der Auftakt zum traditionell veranstaltungsreichen Pfingstfest in Benneckenstein. Der Heimatverein feiert sein Jahrestreffen, am Montag früh beginnt das Finkenmanöver, werden ab etwa 9 Uhr die traditionellen Pfingstwürste an Lagerfeuern gebraten.