Für drei Tage hat am Pfingstwochenende das Mittelalter Einzug auf der Burg Regenstein gehalten. Dabei schwitzten die Besucher mit den Akteuren in Ritterrüstungen um die Wette. Der von Wetterfrö-schen angekündigte Regen zur Abkühlung blieb aus.

Blankenburg l Zum vierten Mal sind die Gestalten aus der Zeit des Mittelalters auf die Burg gezogen und haben dort ihr Zeltlager, ihre Verkaufsstände und traditionellen Handwerksstätten aufgestellt. Eine Freilichtbühne, auf der in Abständen immer wieder Musikanten, Artisten und Gaukler auftraten, hat für Kurzweil gesorgt.

Attraktion war an allen drei Tagen erstmals der Drache "Rammdorn", der zwar reichlich Rauch und Feuer vor den zahlreichen Besuchern auf der Festwiese ausspie, aber ansonsten ein sehr gutmütiges Tier war. So zumindest berichtete die Legende, die während der Auftritte des kinderlieben Ungeheuers, das nur den Bösen gegenüber zornig wird, zum Besten gegeben wurde.

In der Tageshitze hatten die Besucher wohl einen großen Vorteil gegenüber den Akteuren, die erneut aus verschiedenen Teilen Deutschlands und aus dem Ausland angereist waren. Die Gäste konnten sich ein schattiges Plätzchen suchen, oder sich nur leicht bekleidet in die Sonne legen. Die Handwerker wie Kerzenzieher, Truhenbauer, Waffenschmiede, Lederer, Drechsler, Töpfer oder Quirlekocher, die Musikanten, Gaukler, Schwertkämpfer und Gastwirte trugen historische Kleider, unter denen sie mächtig zu schwitzen hatten.

Manche Besucher vermissten ein wenig die hoch zu Ross kämpfenden Rittersleute. "Sie gehören nicht zu diesem Programm und werden erst wieder beim 22. Ritterturnier am 12. und 13. Juli auf der Burg Regenstein zu erleben sein", erklärten die Mitarbeiter des Cottbusers Eberhard Heieck, die das Pfingstfest wie auch andere Burgfeste in bewährter Weise organisierten und auch weiter organisieren werden.

Beim Regensteiner Spektakel konnte diesmal den Rittern bei ihrem Lagerleben in und vor den Zelten sowie in den Schenken zugeschaut werden. Ebenso bei den damals üblichen grobschlächtigen Raufereien und Auseinandersetzungen. Dabei zeigten sich die Ritter nicht nur als Verteidiger von Ruhm und Ehre, sondern auch als Beschützer ihrer Mitmenschen vor Überfällen von Dieben und allerlei anderem Gesindel.

Insgesamt waren die Gastgeber mit dem Wochenende recht zufrieden, auch wenn die Besucherzahlen in diesem Jahr, wohl der Hitze geschuldet, etwas zurückgegangen waren.

 

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