Aufgeschoben hat der Trink- und Abwasserzweckverband Blankenburg die Fusion mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband Huy-Fallstein. Einige Details sind noch zu regeln, Ende Juli soll die Fusion nun per- fekt sein. Die künftige Geschäftsführung ist offen.

Blankenburg l Wenn schon ein so wichtiger Zusammenschluss endlich bewerkstelligt werde, müsse auch jedes Detail stimmen.

Das sagten sich Dienstagabend die Mitglieder der Verbandsversammlung des Trink- und Abwasserzweckverbandes Blankenburg und Umgebung. Sie waren im Alten E-Werk zur regulären Sitzung zusammengekommen, um den Fusionsvertrag und die neue Satzung des künftigen gemeinsamen Verbandes zu beschließen. Beides wurde von der Tagesordnung genommen.

Es gebe einige kleine, aber rechtlich wichtige Änderungen, die zuvor noch geklärt werden müssen, begründete der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Blankenburgs Bürgermeister Hanns-Michael Noll (CDU), den Aufschub.

Die Stadt wolle sich keinen formalen Widerspruch einfangen, weil zum Beispiel eine Jahreszahl nicht rechtzeitig geändert worden sei. Denn ursprünglich sollte der neue, gemeinsame Verband bereits im Juli aus der Taufe gehoben werden. Neues Datum ist nun der 1. Januar 2015. Bis dahin soll die spezielle Arbeitsgruppe für die Fusion in Blankenburg die letzten Details im Fusionspapier regeln. Mitte, Ende Juli will die Verbandsversammlung das Thema wieder beackern.

An dem Zusammenschluss beider Zweckverbände werde jedoch trotz dieses Aufschubs um etwa vier Wochen auf jeden Fall festgehalten, beteuerte Noll. Der Stadtchef begrüßte es ausdrücklich vor der gesamten Versammlung, dass sich die Verbandsversammlung Huy-Fallstein nach zig ergebnislosen Anläufen Ende Mai zum Fusionsbeschluss habe durchringen können. "Von unserer Seite sind alle Beschlüsse gefasst", sagte Huy-Fallstein-Geschäftsführer Dr. Carl B. Haffke der Volksstimme. Haffke hat maßgeblich Anteil am Vorankommen der Fusionsverhandlungen und war mit seiner Stellvertreterin Erika Strathausen zur Tagung in Blankenburg dabei. Beide warten nun, dass Blankenburg "nachzieht". Der Fusion stehe, so Haffke, nichts im Wege.

Bereits seit zwei Jahren wird intensiv in beiden Verbänden an der Union gearbeitet. Dabei sind unterschiedliche Bedingungen in rund 50 Kommunen unter einen Hut zu bringen (siehe Kasten). Besonders im Zweckverband Huy-Fallstein waren zig Anläufe nötig, bevor der Fusionsbeschluss zustande kam. Nun sind die Blankenburger am Zuge und werden, so Noll auf Nachfrage, die letzten Fragen umgehend regeln.

Dazu zählt nicht zuletzt auch die Weichenstellung für die neue Geschäftsführung des künftigen Groß-Vereins. Die gegenwärtigen Chefs Karl-Josef Hahner (64) in Blankenburg und Carl B. Haffke bei Huy-Fallstein (66) seien quasi auf dem Weg in den Ruhestand, wie zu erfahren war. Die Funktion des Geschäftsführers im neuen Zweckverband soll deshalb gemäß der gesetzlichen Vorgaben ausgeschrieben werden. Aber nicht gleich.

Die Modalitäten der Ausschreibung sollen am besten gleich von der neuen Verbandsversammlung geregelt werden, so Noll, die demnächst von den Mitgliedern aus den gerade neu gewählten Räten gebildet wird.

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