Besorgte Eltern haben eine Aktion ins Leben gerufen, um den Bau eines Fußgängerüberwegs auf einer Straße vor der Luther-Grundschule zu erreichen. Dafür sind mehr als 1500 Unterschriften gesammelt und an Blankenburgs Bürgermeister übergeben worden.

Blankenburg l Einen sicheren Weg zur Schule wünschen sich alle Eltern für ihre Kinder. In dieser Hinsicht sorgen sich Mütter und Väter von Kindern aus der Martin-Luther-Grundschule.

Die Blankenburger Schule befindet sich unweit von zwei stark befahrenen Straßen. Nur auf der Herzogstraße gibt es einen Fußgängerüberweg. Die Eltern fordern für die Mauerstraße ebenfalls einen Zebrastreifen und haben dafür Unterschriften gesammelt. Am Dienstag wurden von Jens Lampel und Matthias Schön, den Vertretern der Elterninitiative, die Listen an Bürgermeister Hanns-Michael Noll (CDU) übergeben. Mehr als 1500 Personen unterstützen den Wunsch der Eltern.

Bereits während des Umbaus der Kreuzung Herzogstraße, Mauerstraße und Hasselfelder Straße zu einem Kreisverkehr gab es die Forderung, einen Zebrastreifen für den sicheren Schulweg zu schaffen. Die damals vorhandene Ampelanlage wurde während der Umbauarbeiten entfernt. Der Antrag für den Fußgängerüberweg auf der Mauerstraße wurde von der Landesbaubehörde abgelehnt.

Danach wurde es ruhig um den Bürgerwunsch. Vor einem halben Jahr trat Matthias Schön dann an den im Schul-elternrat tätigen Jens Lampel heran. Es müsse sich etwas ändern, "die Überquerung der Mauerstraße ist vor allem während des Berufsverkehrs zu gefährlich", sagt Schön. Bei gemeinsamen Beratungen sei beschlossen worden, nochmals einen Antrag zu stellen.

"Wir haben vor etwa zwei Monaten damit begonnen, dafür Unterschriften zu sammeln", sagt Lampel. Dass so viele Leute unseren Antrag unterstützen, habe ihn überrascht, erklärt der zweifache Vater weiter. Matthias Schön hat einen Sohn, der seit vergangenem Herbst in der Martin-Luther-Schule lernt und auf dem Schulweg die Mauerstraße überqueren muss. "Die Kinder können doch gar nicht abschätzen, ob die Autofahrer anhalten oder nicht", so der 38-Jährige. Die Insel in der Mitte der Straße sei zwar eine Hilfe, aber nicht ausreichend, um vor allem Kindern und älteren Personen einen gefahrlosen Übergang zum Lühnertorplatz zu ermöglichen. Lampel ergänzt, dass die Vorschläge der Eltern nicht bindend wären und sagt: "Wir sind auch für andere Lösungen offen, aber die Schüler müssen sicher über die Straße kommen."

Bürgermeister Noll habe als ebenfalls betroffener Vater Verständnis und unterstütze das Anliegen. Er verwies darauf, dass der Bau eines Fußgängerüberwegs nicht in der Verantwortung der Stadt läge. "Diese liegt beim Landesbauamt, weil die Mauerstraße eine Bundesstraße ist." Noll versicherte jedoch, sich für die Forderung einzusetzen. Die Unterschriftenliste sei ein gutes Mittel, um den Bürgerwillen bei der zuständigen Behörde zu bekräftigen. Gleichzeitig regte der Rathauschef eine Verkehrszählung an, um zu prüfen, ob die Forderung der Eltern gerechtfertigt sei.

Ein weiterer Wunsch der Initiative ist die Einrichtung von Halteverbotszonen an der Lühnergasse sowie der Herzogstraße während des Schulbetriebs, da Kinder wegen parkender Autos die Straßen schwer einsehen könnten. Noll erklärte, dass das nicht notwendig sei, da dort laut , Straßenverkehrsordnung nicht geparkt werden dürfe. Leider wird das regelmäßig missachtet, auch von Eltern der Schüler." Der Bürgermeister sicherte der Initiative mehr Kontrollen durch die Ordnungsamtsmitarbeiter zu.