Hasselfelde l Kaum ein Platz ist frei geblieben im großen Schützenhaus, als der Männergesangverein Hasserode am Sonntag das 17. Hasselfelder Chorfest eröffnete.

Insgesamt vier Klangkörper begrüßte der gastgebende Gemischte Chor um Brigitte Westphal (Vereinsleitung) und Olga Vogel (künstlerische Leitung) vor rund 350 Chorbegeisterten aus der ganzen Region. "Alle waren sich schnell einig, dass die Qualität selten bei einem Chorfest so hoch war wie dieses Mal", schätzt Reiner Schomburg aus Hasselfelde ein.

Schomburg ist Präsident des Landeschorverbandes Sachsen-Anhalt und im Präsidium des Deutschen Chorverbandes tätig, singt auch seit Jahren im Hasselfelder Gemischten Chor. Dessen Qualität sei gesteigert worden, die Verstärkung durch mehr Männerstimmen sorge für einen ausgewogeneren Klang des Gemischten Hasselfelder Chores, kommentiert Schomburg. Er freute sich mit allen Mitsängern über den reichlichen Beifall für die Gastgeber. Der Frauenchor aus Wegeleben, um nur eine weitere unter den durchweg guten Leistungen zu nennen, bestach laut Schomburg mit reinem und klangschönem Gesang und eher leisen Tönen.

Die Attraktion dieses 17. Hasselfelder Chortreffens waren drei Männerchöre aus Gardelegen, Hasserode und Trautenstein. "Sie überzeugten alle mit einem ausgewogenen Chorklang und einer Programm- auswahl, die beim Publikum keine Wünsche offen ließ", resümiert Reiner Schomburg.

Wobei der Männerchor "Eintracht" aus Gardelegen mit einer Stimmgewalt herausgeragt habe, die so noch nie im Schützenzelt zu hören gewesen sei, schätzt der Gesangsexperte ein. Für die Darbietung des sogenannten Schweinetangos von Dieter Hallervorden durch die Gardeleger gab es extra viel Beifall. Sie wurde nur übertroffen vom gemeinsamen machtvollen Gesang aller drei Männerchöre beim Abschlusslied "Brüder, reicht die Hand zum Bunde" von Mozart. Ein nächster Treff der Oberharzer Chöre und Folkloregruppen ist am 21. September in Trautenstein.