Blankenburg l Ein lautes "Spaciba" hallt am Donnerstag zuerst durchs Blankenburger Rathaus und wenig später durch die Lange Straße. Joachim Eggert hatte die 16 weißrussischen Kinder, für die der Verein "Blankenburg hilft Tschernobyl" wieder einen vierwöchigen Ferienaufenthalt organisiert hat, in Vertretung des Bürgermeisters im Ratssaal herzlich begrüßt. "Wir freuen uns, dass wieder eine solch große Gruppe nach Blankenburg kommen konnte", sagte er und bewirtete sogleich die kleinen Gäste im Alter zwischen 7 und 15 Jahren mit Blankenburger Mineralwasser, Plätzchen, Bonbons und Gummibärchen. Die Leckereien hatte Einzelhändler Christoph Bier spendiert. Ihm statteten die Ferienkinder wenig später einen spontanen Dankeschön-Besuch ab.

Bereits am Mittwochabend waren die Kinder nach 21-stündiger Busfahrt am Georgenhof von ihren Gasteltern empfangen worden. "Es hat alles geklappt", war "Reiseleiter" René Foltis über den gelungenen Transfer sichtlich erleichtert. Auf der Hinfahrt hatten der Vereinsvorstand und einige Gasteltern allein fünf Stunden an der weißrussischen Grenze warten müssen, weil das Equipment eines mitreisenden Fernsehteams genauestens inspiziert wurde.

Ein ganz besonderes Lob zollte Foltis den Harzer Verkehrsbetrieben (HVB): "Ohne diese Unterstützung könnten wir das Programm gar nicht leisten", erklärte er. Denn neben der Fahrt zum Abholen und zum Nachhausebringen werden auch die meisten Transfers zu den Ferienzielen im Harzkreis mit den Bussen der HVB abgesichert.

Während gestern noch ein Mittagessen im "Stadtgespräch" und ein Besuch des Großen Schlosses auf dem Programm standen, geht es heute ins Bauspielhaus nach Thale.