Nordic Walking liegt weiter voll im Trend. Rund 100 Aktive und Anfänger sind am Sonntag dem Aufruf des Vereins "Gesund älter werden im Harz" gefolgt, diesen Gesundheitssport kennenzulernen und das zehnjährige Bestehen der Abteilung sportlich zu begehen.

Blankenburg l Als vor zehn Jahren die erste Laufgruppe mit Stöcken bei Regen in den Heidelberg aufbrach, waren die Nordic Walker "der ersten Stunde" in Blankenburg noch skeptisch. "Aber seither hat es uns nicht mehr losgelassen", erzählt Arno Janski, der seither jeden Montag um 9 Uhr mit einer 17-köpfigen Gruppe in den Heers aufbricht. "Es gefällt uns einfach gut. Inzwischen sind schon die Kinder und Schwiegersöhne mit dabei. Es steckt einfach an", erzählt der Nordic-Walking-Trainer.

Auch Ines und Wieland Kosinski sind begeisterte Nordic Walker. Sie gehen sogar zwei- bis dreimal pro Woche auf Tour. Manchmal rund um die Klosterteiche. "Im Heers ist es aber am schönsten", sind sie sich einig. Dabei hatte Fußballer Wieland Kosinski anfangs seine Bedenken. "Die Meinung, Nordic Walking ist Langlauf ohne Skier, hat sich ganz schnell geändert", sagt er. Für ihn und seine Gattin liegen die Vorteile auf der Hand: Seit sie den Sport betreiben, haben sie keinerlei Rücken- und Schulterprobleme mehr. "Außerdem sind wir an der frischen Luft, können Stress abbauen und den Sport bis in hohe Alter betreiben."

Für Bärbel und Lothar Dietrich kam der Sport erst mit dem Einstieg ins Rentenalter. "Wir haben uns gefragt: Was machen wir nun den ganzen Tag?" Inzwischen sind sie ebenfalls zwei-bis dreimal die Woche unterwegs - "auf unserer Lieblingstour im Heers". Ihre Stöcke nehmen sie auch mit an die Ostsee. "Nordic Walking ist uns nur gut bekommen", sagt Bärbel Dietrich und bestätigt damit die Erfahrungen von Ina Hänsgen. Mit Nordic Walking könne man ganz einfach etwas für seine Fitness tun, aber auch für die Koordination, die im Alter besonders wichtig sei. "Man muss nur den inneren Schweinehund überwinden", so die Blankenburgerin.

Damit hatten die rund 100 Fortgeschrittenen und Anfänger am Sonntagmorgen auf dem Parkplatz des Schlosshotels keine Probleme. Sie waren dem Aufruf des Vereins "Gesund älter werden im Harz" gefolgt, um das zehnjährige Bestehen der Nordic-Walking-Abteilung sportlich zu begehen. Allein 40 Teilnehmer folgten Lutz von Kielpinski Manteuffel auf eine 4,5 Kilometer lange Schnuppertour. 20 "Profis" gingen mit Arno Janski auf den "langen Kanten" von knapp acht Kilometern.

Besonders freute sich Abteilungsleiterin Dr. Susanne Perpeet-Kasper über die gute Resonanz. Sie rät allerdings jedem, der Nordic Walking betreiben möchte, einen vom Verein angebotenen Grundkurse mit zehn Doppelstunden zu belegen. "Sie sind wichtig, um die Grundbegriffe zu erlernen, um diesen Sport effektiv ausüben zu können. Das kann man sich nicht anlesen, sondern muss es richtig ausprobieren", so die Medizinerin.

 

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