Ilsenburg. Das Feuer im "Cafe am Heizhaus" ist vorsätzlich gelegt worden (wir berichteten). Der Halberstädter Brandursachenermittler Christoph Heicke nach den Untersuchungen am Tatort: "Das war 100-prozentig eine Brandstiftung."

"Ich dachte immer, wir haben gar keine Feinde"

Im Mai wollte man eigentlich das "Zehnjährige" feiern. Nach dem Brandanschlag und der damit verbundenen Schließung dürfte man im Verein froh sein, bis dahin wieder alles einigermaßen hergerichtet zu haben. Ohne fremde Hilfe, so viel steht für Vereinsvorsitzenden Mark Niehoff fest, dürfte es kaum gehen. Aber diese ist ihm bereits von Seiten des Bürgermeisters zugesichert worden: "Wir waren und sind nach wie vor alle zutiefst geschockt und fassungslos." Niehoff weiter: "Wir waren eigentlich der Meinung, dass wir gar keine Feinde haben. Mir geht das immer noch nicht in meinen Kopf rein!"

Ähnlich dürfte es auch den anderen 24 Vereinsmitgliedern im "Cafe am Heizhaus" gehen. Sprachlos stehen sie mit ihren Taschenlampen in dem ansonsten finsteren Raum, der den Ruß an den Wänden des Sanitärtraktes kaum erkennen lässt. Die Scheibe wurde von einem großen Stein eingeworfen. Und das offenbar, nachdem die Vergitterung von außen mit einem an einem Auto befestigten Seil, herausgebrochen worden war. Später hatte man versucht, mit einem Feuerlöscher die Spuren zu verwischen. Der Schmatzfelder Michael Schmidt: "Das war von langer Hand geplant." Dem Verein wird oft eine ausschließlich linke Gesinnung unterstellt: "Erstens sind wir das gar nicht und zweitens sind wir gegen Gewalt von beiden politischen Extremen", so Niehoff.

 

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