Wernigerode l Der bisher unbeleuchtete Teil des Rad- und Fußwegs am Stillen Wasser in Wernigerodes Stadtteil Hasserode wird noch in diesem Jahr mit Straßenlaternen versehen. Das hat Baudezernent Burkhard Rudo gegenüber Volksstimme auf Nachfrage bestätigt.

So haben Bauexperten der Stadtverwaltung bereits gemeinsam mit den Verantwortlichen der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) den Weg besichtigt. Die Gleise der HSB führen direkt am 570 Meter langen unbeleuchteten Abschnitt entlang. Auch die Untere Wasserbehörde des Harzkreises hat den Weg am Bach Stilles Wasser begutachtet. Nun würden noch die Tiefbauplanung und verschiedene Genehmigungsverfahren ausstehen, bevor die Arbeiten beginnen können.

"Die Planung der Beleuchtung ist beauftragt. Das Projekt wird natürlich noch in diesem Jahr umgesetzt, so wie der Stadtrat es entschieden hat", so Rudo. "Die Kabel sollen dabei so verlegt werden, dass möglichst schonend in den Weg, die Gleise und das Gewässer eingegriffen wird." Ein kompletter sogenannter grundhafter Ausbau des Radweges sei derweil aus Kosten- und Platzgründen nicht vorgesehen.

Der Stadtrat entschied in seiner Sitzung Ende März überraschend, den besonders bei Studenten und Hasseröder Anwohnern beliebten Weg mit Straßenlaternen auszustatten (Volksstimme berichtete). Zuvor hatten die Kommunalpolitiker in den Fachausschüssen mehrheitlich abgelehnt, die Radwegbeleuchtung schon in diesem Jahr anzugehen. Vielmehr sollte das Vorhaben geprüft und erst 2015 auf den Weg gebracht werden. Trotzdem hatte CDU-Lokalpolitiker André Weber seinen Antrag zur Beleuchtung aufrechterhalten und im Stadtrat zur Abstimmung gestellt. Baudezernent Rudo hatte in der Debatte damals betont, dass eine Beleuchtung nur in Verbindung mit einem grundhaften Ausbau Sinn ergebe. Momentan ist der Weg 1,50 bis 1,80 Meter breit. "Erforderlich ist eine Breite von 3,50 Metern", sagte Rudo.