Halberstadt/Rübeland (bfa) l Die Rüttelstreifen gegen rasende Motorradfahrer im Tunnel an der Rappbodetalsperre werden vielleicht doch schneller gebaut als bisher gedacht.

"Wir arbeiten daran, so schnell es geht, Varianten für das Anbringen solcher Rüttelstreifen vorlegen zu können", sagte der Chef der Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich West, Stefan Hörold in Halberstadt am Montag auf Nachfrage. Ob mit dem Einbau dann früher als zum Jahresende zu rechnen ist, was bisher gilt, wollte Hörold jedoch nicht bejahen.

Der Regionalchef betonte das gemeinsame Vorgehen von Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörde sowie Polizei. Es seien viele Bestimmungen zu beachten, aber das Ziel sei klar: Rüttelstreifen, so schnell es geht.

Dabei handele es sich nicht um solche Streifen, die lediglich ein Geräusch erzeugen wie etwa Markierungen am Fahrbahnrand. Das hatte u. a. Oberharz-Bürgermeister Frank Damsch (SPD) befürchtet und stärkere Hindenisse gegen Raser gefordert. Bei den jetzt angestrebten Rüttelstreifen geht es laut Hörold um Plastikmaterial bis zu einer Höhe von 1,8 Zentimetern, die als Schikane wirken sollen.

Grund für die Aktionen sind Belästigungen für Touristen und andere Fahrer sowie zum Teil schwere Unfälle durch Motorradfahrer, die den Tunnel immer wieder als "Soundröhre" für Bikerspiele um den lautesten Motor und die schnellste Maschine benutzen. Die Polizei sieht ihren Part u. a. in der Erhöhung des Kontrolldruckes. So wurden am Wochenende etliche Verkehrssünder auf zwei Rädern ertappt (siehe Kasten). Der Kontrolldruck solle aufrecht erhalten werden, hieß es.