In den nächsten Monaten wird am Raabe-Schulgebäude in Wernigerode gebaut. Unter anderen wird eine Sicherheitsanlage installiert, und der Schulhof soll umgestaltet werden. Die Kosten belaufen sich auf knapp eine Million Eur0.

Wernigerode l Die Bauarbeiten haben Schüler wie Lehrer herbeigesehnt. "Wir sind froh, dass es nun endlich losgeht", sagt Herbert Siedler, Schulleiter des Wernigeröder Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums. Schon lange freuen sich die Mädchen und Jungen, die im Gebäude am Heltauer Platz lernen, auf einen neuen Pausenhof. Die Gehwegplatten sind zerschlissen, die alten Kohlebunker dürfen nicht betreten werden und sind abgesperrt.

Ein wenig gedulden müssen sie sich allerdings noch. Denn zuerst steht die Installation der sicherheitstechnischen Anlage an, wie Landrat Martin Skiebe (parteilos) informierte. Die Kreisverwaltung ist als Träger für das Gymnasium zuständig und zahlt die knapp eine Million Euro für die anstehenden Arbeiten aus der eigenen Tasche.

Der avisierte Baustart wurde im Vorfeld mehrfach verschoben. Sehr zum Unmut der Eltern und Kinder, wie Volksstimme erfuhr. "Ich verstehe die Ungeduld der Schüler", so Skiebe. "Doch unsere eigenen Mittel sind begrenzt." Deshalb müssten Prioritäten gesetzt werden. "Die Gewährleistung von Funktionsfähigkeit und Sicherheit des Gebäudes steht für uns an erster Stelle", so der Landrat.

In den kommenden Wochen werden Brandmelder, Lautsprecher, Alarmanlage und Sicherheitsbeleuchtung eingebaut, so Fachplaner Jörg Steinau. Das "technische Herz" der Anlagen werde im ehemaligen Kohlelager im Keller installiert. "Lärmintensive Arbeiten wie Bohrungen und Wanddurchbrüche erledigen wir in den Ferien, um den Unterricht nicht zu stören", so Steinau. "Die Leitungen verlegen wir dann während des Schulbetriebs."

Der Pausenhof werde in mehreren Abschnitten umgestaltet, informierte Michael Leja von der Zentralen Gebäudeverwaltung der Kreisverwaltung. "Noch in diesem Jahr soll der Zugang von der Pfarrstraße bis zum Gebäude gepflastert werden", so Leja. "Danach reißen wir die Kohlebunker ab, der Bereich wird ebenfalls gepflastert." Außerdem werde der Untergrund auf seine Wasserdurchlässigkeit geprüft. Ziel ist es, die versickernde Niederschlagsmenge, die ins öffentliche Netz abgeleitet wird, zu reduzieren.

Die Umgestaltung des Bolzplatzes sei ebenfalls geplant. "Die Schüler wünschen sich unter anderem einen Weitsprunggrube und einen Kugelstoßring", so Schulleiter Siedler. Wie der kleine Sportplatz später genau aussehen soll, werde derzeit noch beraten.

Schon klar dagegen ist, dass die Elektroanlage im Gebäude ausgewechselt werden muss. "Danach wird das Schulhaus gemalert", so Michael Leja. Ob alle Räume und Flure, stehe noch nicht fest. Die Arbeiten sollen bis 2017 abgeschlossen sein.