Blankenburg (euh) l Der Blankenburger Modellbahnclub, heute ein eingetragener Verein, feiert an diesem Wochenende sein 30-jähriges Bestehen. Am 13.Juli 1984 wurde er im damaligen Klubhaus der Eisenbahner von einigen Modellbahnfreunden als "AG7/75 des Deutschen Modelleisenbahnverbandes der DDR" (Vereine waren damals im Osten Deutschlands verboten) ins Leben gerufen.

Wolfgang Kießling war damals der erste Vorsitzende der Gemeinschaft. Er ist als einziges Gründungsmitglied noch heute dabei und führt den Verein erneut als Vorsitzender. Er erinnert sich an die ersten Jahre und die Zeit danach, zunächst in diesem ersten Beitrag über die Jahre 1984 bis 1999.

Ein Jahr nach der Gründung der "Arbeitsgemeinschaft 7/75" begannen die Modellbahnfreunde mit dem Aufbau ihrer ersten Anlage in TT-Spur. Die konnten sie bereits im November 1986 erstmals in einer Ausstellung der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Mit dem Weiterbau der Anlage bekam diese den Namen "Neuenburg", den sie bis heute behalten hat.

Bis 1990 gab es dann weitere ausgesprochen erfolgreiche Präsentationen im Jahresabstand. "Die erfolgreichste war wohl 1988 mit etwa 3000Besuchern", ist Wolfgang Kießling noch heute sehr stolz.

Nach 1990 musste dann einiges umstrukturiert werden. Im Oktober 1991 wurde aus der AG ein Verein, und auch die Räume im Eisenbahner-Klubhaus wurden gegen andere in der Folgezeit wechselnde Domizile getauscht. Seit fast 15Jahren befinden sie sich nun am Markt neben dem historischen Rathaus.

In den Jahren 1992 bis 1996 gab es zunächst wegen der vielen Umzüge keine Ausstellungen, dafür dann aber zum 15-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 1999 gleich zwei im Frühjahr und im Herbst.

Nach der Umformierung zum Verein wurde zunächst eine H0-Anlage mit neuester Technik aufgebaut. Sie bekam neben den Schienen auch Straßen mit dem "Faller Car-System" bei dem auch Modellautos elektronisch gesteuert über Fahrbahnen gelenkt werden können. Die TT-Anlage blieb in immer wieder erweiterter Form stets Teil kleinerer und später auch wieder großer Ausstellungen.

Diese waren dann wieder sehr erfolgreich, nicht zuletzt, weil sich Gastvereine aus Thale und Bernburg sowie private Austeller wie die Familien Jüngling und Hübner mit ihren Gartenbahnen sowie Bernd Rümkasten mit seiner N-Anlage und anderen Miniatur-Raritäten daran beteiligt hatten.

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