Zwei Tage lang haben Ritter auf der Burg Regenstein um Ruhm und Ehre gekämpft, geschwelgt und gelitten. Einem drohte gar der Galgen. Das Publikum kam auf seine Kosten und spendete reichlich Beifall.

Brandenburg l Einen großer Ansturm auf das mittelalterliche Spektakel der Ritterspiele haben die Veranstalter um Eberhard Heieck (Cottbus) zum 12. Turnier der Rittersleute am Wochenende erlebt.

"Obwohl es uns nicht auf Besucherrekorde, sondern vielmehr auf die Zufriedenheit des Publikums ankommt", kommentierte Heieck den Erfolg. Auch das Sommerwetter habe an diesem Sonnabend und Sonntag mit zum Gelingen des Festes beigetragen.

Es gab viele Stände, an denen historisches Handwerk gezeigt wurde oder dem Mittelalter nachempfundene kulinarische Spezialitäten im Angebot waren. Sie warteten entlang des Weges zur Burg sowie rings um die Turnierwiese auf die Besucher. Auf der Wiese und auf der Freilichtbühne mit der Burgruine im Hintergrund wechselte sich ein Spektakel mit dem nächsten ab.

Spaßmacher, leidenschaftliche Fakire und mittelalterliche Musikanten wie der "Scherbelhaufen" gehörten ebenso dazu wie die Turnierkämpfe der Ritter hoch zu Ross oder zu Fuß. Die Ritter wohnten wie auch alle anderen Akteure mit ihren Familien über das Wochenende standesgemäß in mehreren Ritterlagern, kleinen Zeltstädten auf dem Gelände der einstigen Festung Regenstein.

Als angenehm empfanden es viele Zuschauer diesmal, dass weitgehend auf laute Verstärkeranlagen und Mikrofone verzichtet wurde. So blieben die Erläuterungen direkt und für die Ohren schonend.

Höhepunkt am Sonnabendabend war eine Feuershow mit nächtlichen Ritterkämpfen. Sie begeisterten die Besucher, so dass die Kämpfer mit besonderem Applaus belohnt wurden. "Die guten Besucherzahlen machen uns Mut für die Zukunft und werten auch das Image unserer Stadt auf", resümiert Hasso Effler. Er ist in der Stadtverwaltung unter anderem für solche kulturellen Höhepunkte zuständig.

Der Regenstein habe sich in den letzten etwa zehn Jahren kontinuierlich zum echten Veranstaltungsmagneten entwickelt, so Effler weiter. Und das mit einer Anziehungskraft auf Touristen aus der Region und auch weit darüber hinaus.

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