Kein alltägliches Projekt hat das Jugendwaldheim "Lindenberg" in Blankenburg unterstützt. Jugendliche der Förderschule Sine Cura aus Quedlinburg und aus der Partnerförderschule SOSW aus Ostrszeszow lernten gemeinsam den Wald kennen.

Blankenburg (jmü) l Gemeinsam den Tag erleben, den Wald und die Region des Harzes kennenlernen, sich sprachlich auch ohne Worte zu verständigen und zusammen am Lagerfeuer sitzen - all das wurde an sechs Tagen im Jugendwaldheim in Blankenburg Wirklichkeit. Und zwar für Kinder und Jugendliche der Förderschulen aus Quedlinburg und Ostrzeszow. Die Besonderheit war, dass Ostrzeszow auch Partnerstadt der Stadt Blankenburg ist und somit eine weitere Brücke der Freundschaft geschlagen werden konnte, wie Jugendwaldheimchefin Karin Klinghardt erklärte.

Die Mitarbeiter des Jugendwaldheimes gingen optimistisch an dieses Gemeinschaftsprojekt heran. Denn für schwierige Fälle gab es einen Dolmetscher. Aber die Jugendlichen im Alter von 15 bis 22 Jahren schafften es, sich auszutauschen. "Die Schüler erlebten den Wald und die Natur als Bindeglied, um Freundschaften zu knüpfen, sich über die Wertigkeit des Waldes in den Ländern auszutauschen und zu erfahren, dass Wald mehr braucht, als nur zu wachsen", so Karin Klinghardt.

Alle Teilnehmer des Projektes konnten stolz sein über das Ergebnis der praktischen Tätigkeiten im Wald, das bestätigten ihnen auch die Revierförster. Abgerundet wurde die Zeit bei einem gemeinsamen Trommeln im Kloster Michaelstein, mit einer Wanderung zum Regenstein sowie Sport, Musik, Spiel und Lagerfeuer.

Als Höhepunkt der Projektwoche gab es einen Aufstieg zum Brocken. Daran nahmen noch weitere Schüler der Sine-Cura-Schule teil. Herbert Papies, Ranger im Nationalpark, lobte am Ende des Tages das Durchhaltevermögen aller Schüler. Insgesamt bestiegen 60 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Lehrern, Mitarbeitern des Jugendwaldheimes und den Betreuern aus der Partnerschule unter Führung von Herbert Papies den Brocken. Ein sonnenreicher Tag der die eine oder andere Schweißperle zum Vorschein brachte, aber alle erreichten den Berggipfel. Zwei Schüler wagten sogar mit einem Betreuer den Aufstieg mit dem Mountainbike.

Die Leiterin der Sine Cura Schule Quedlinburg, Birgit Schröder, begrüßt das Projekt, das in dieser Partnerschaft schon seit einigen Jahren umgesetzt wird. "Ob auf polnischem oder deutschem Gebiet: Die Schüler finden zueinander, lernen voneinander und es ist immer wieder eine Bereicherung für alle Teilnehmer", so Birgit Schröder, die sich bei den Mitarbeitern des Jugendwaldheims "Lindenberg" besonders bedankte.