Minsleben/Reddeber (afi/im). Reddebers Ortschronist Horst Schädel wird nun auch in Minsleben aktiv.

Er hat von der Stadt Wernigerode, der Leitung des Harzmuseums, dem Minslebener Ortschaftsrat sowie der dortigen Kirchengemeinde den Auftrag erhalten, die in Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier im Jahr 2000 in einer Broschüre zusammengefasste Chronik zu zu vervollständigen.

Wie Schädel betonte, könne er sich auf eine hervorragende Arbeit von Dr. Uwe Lagatz stützen, die mit Unterstützung von Christa Lorenz, Magdalena Gruß und Silvia Lisowski entstanden war.

Der Chronist, der erst unlängst die sechs Bände zur Geschichte von Reddeber abgeschlossen hat, richtet sich nun auf eine etwa fünfjährige Arbeit ein. Der Ort an der Holtemme, zu dessen besonderen Sehenswürdigkeiten die im Stil der Romanik erbaute vierteilige St. Margareten-Kirche mit den beiden markanten Turmspitzen gehört, fand seine erste urkundliche Erwähnung bereits im Jahr 1000. Vermutlich aber wurde das Gebiet bereits lange davor besiedelt. Minsleben gilt inzwischen als das wahrscheinlich älteste bewohnte Dorf der Region.

Laut Schädel würden auch die Kirchenbücher mit einbezogen, in der neben den Geburten und Sterbefällen alle Trauungen festgehalten wurden. Er möchte darüber hinaus die Entwicklung der Höfe des Ortes mit einfließen lassen. Für die umfangreiche Dokumentation erhofft sich der Chronist "offene Ohren und Herzen bei den Einwohnern von Minsleben". Horst Schädel bittet deshalb, ihm Bilder und andere historische Unterlagen zu überlassen, die in sein Werk mit einfließen sollen.

Knut Festerling würdigte am Dienstag in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates das Engagement des Reddeberaners. Der Bürgermeister: "Wir sind froh darüber, denn wir haben keinen, der sich damit beschäftigen will."