Blankenburg/Wernigerode l Nach einem begeisternden Landesfest in Wernigerode steht fest: Ohne Blankenburger wäre es um zahlreiche Glanzpunkte ärmer gewesen. Allein schon der Auftakt am Freitagabend im sonst geschlossenen Rathausinnenhof, riss die Besucher zu Beifallsstürmen hin. Die "Spinnesänger" brachten ihr neues Programm zu Gehör. Und dass sie dabei vor allem das weibliche Geschlecht gehörig durch den Kakao zogen, störte die Zuhörer kein bisschen. Es wurde herzhaft gelacht, geklatscht und geschunkelt.

Ein hartes Programm hatten Blankenburgs Sportler am Sonnabend zu absolvieren. Die Turner des SV Lok und die Voltigierer des Pferdesportvereins Börnecke traten mit ihren extra einstudierten Programmen gleich zweimal auf. Bei Temperaturen weit jenseits der 30Grad ging es für sie an die Leistungsgrenze. Zu allem Überfluss mussten die "Voltis" ihr Trockenpferd auf dem Autoanhänger per Hand über das Ochsenteichgelände zur Radio SAW-Bühne ziehen.

Ein schattiges Plätzchen hatten dagegen die zehn Soldaten der Harz-Kaserne. Bei ihnen konnten die Neugierigen unter anderem Blutabnehmen und Wiederbelebung an Puppen üben, Sehtests absolvieren und sich über die Aufgaben des Bundeswehrstandorts informieren. Hartmut Berge freute sich über einen großen Zulauf von Festbesuchern.

Recht anstrengend verlief der große Festumzug am Sonntag mit Teilnehmern aus Blankenburg, Derenburg, Cattenstedt und Hüttenrode. Vor allem die Grasedanzfrauen waren ein farbenprächtiger Hingucker. Harzklub-Chef Carsten Ulrich war trotz des dreistündigen Marsches zufrieden. 2500Flyer hatte er mit seinen Mitstreitern unter den Zuschauern verteilt - als Werbung für eines der ältesten Volksfeste des Harzes: den Hüttenröder Grasedanz am ersten August-Wochenende.

Geschafft, aber zufrieden mit der Organisation und dem Ablauf zeigten sich auch die Cattenstedter Spielleute sowie die "Nonnen" und Musiker aus dem Kloster Michaelstein.

   

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