Für 1,8 Millionen Euro wird derzeit die Hassel-Vorsperre saniert. Bis zur Fertigstellung müssen Wanderer einen Bogen um die Sehenswürdigkeit machen. Ende des Jahres kann die neue Brücke passiert werden.

Hasselfelde l Für Harzwanderer ist sie ein beliebter Anlaufpunkt. Befindet sich doch eine Stempelstelle direkt auf der Mauer der Hassel-Vorsperre nahe Hasselfelde. Doch wer derzeit den Stempel erobern möchte, muss einen rund einen Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen und auf den tollen Ausblick verzichten. Der Grund sind Bauarbeiten an der Vorsperre, die noch bis zum Ende des Jahres andauern werden.

Die Witterung hat unübersehbare Schäden an dem Bauwerk hinterlassen, informiert Andreas Rudolf, Bau- und Planungsleiter beim Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt. "Der Zahn der Zeit hat am Beton genagt, das schwächt die Tragfähigkeit." Nach über 55 Betriebsjahren ist eine Teilsanierung des Bauwerkes erforderlich. Mit den ersten Arbeiten wurde im Frühjahr begonnen. "Bislang läuft alles termingerecht", versichert Rudolf.

Errichtet worden ist die gut 21 Meter hohe Mauer zwischen 1956 und 1959. Nun werden der obere Bereich der 141 Meter langen Mauerkrone sowie die Brücke über die Hochwasserentlastung abgetragen und anschließend neu aufgebaut, teilt der Talsperrenbetrieb mit. Parallel dazu werden die Brückenpfeiler und die Schadstellen im Bereich der Hochwasserentlastung saniert. "Es geht uns dabei nicht nur um die Sicherheit der Mitarbeiter, sondern auch um die der Urlauber", betont Rudolf. 1,8 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben. "Finanziert wird die Summe durch öffentliche Gelder - durch die Beiträge der Nutzer und des Landes", informiert der Mitarbeiter des Talsperrenbetriebes.

Die Vorsperre Hassel ist eine von sechs Anlagen des Bodesystems. Sie dient der Verbesserung der Wasserqualität der Rappbodetalsperre. Dies wird durch das Zurückhalten von Schwebstoffen und der Anreicherung des abgegebenen Wassers mit Sauerstoff bewirkt. Der Betrieb der Vorsperre ist deshalb so eingerichtet, dass das Staubecken immer soweit gefüllt bleibt, dass das Wasser überlaufen kann, erläutert Andreas Rudolf.

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