Festlich mit Dank und Geschenken sowie einem lachenden und einem weinenden Auge wurde gestern Holm Haschker im Mutterhaus in Elbingerode mit seiner Familie verabschiedet. Der vielseitige Geistliche wird Gemeindepfarrer in Coswig (Anhaltinische Landeskirche). Ein Nachfolger tritt im September seinen Dienst an.

Elbingerode. "Danke" und: "Es tut uns leid, dass Sie uns verlassen, Sie werden uns sehr fehlen!" – Diese Worte waren gestern zum Abschiedsgottesdienst für Holm Haschker im Mutterhaus mehr als einmal zu hören. Vor allem aber von der Oberin des Mutterhauses, Anita Rost, und von der Schulleiterin der Fachschule für Altenpflege, Kerstin Unterberg.

Gut sechs Jahre war Haschker theologischer Mitarbeiter des Diakonissen-Mutterhauses "Neuvandsburg". Nun bricht er seine Zelte in Elbingerode ab und zieht mit Frau Cornelia und den Kindern Josias, Theresa sowie Jonas nach Coswig, um dort eine Kirchengemeinde zu übernehmen.

Bevor Holm Haschker nach Elbingerode gekommen war, hatte er in Glienik und Zossen bei Berlin als Religionslehrer und Gemeindepfarrer gearbeitet. Dann ereilte ihn der Ruf nach Elbingerode. In der seelsorgerischen Gästearbeit fand er seine erste Beschäftigung,. Gleichzeitig war er aber auch schon Lehrer für Religion und Ethik an der Fachschule für Altenpflege, in der er mit der Zeit etliche Jahrgänge seelsorgerisch begleitete, sowie theologischer Mitarbeiter im Mutterhaus.

Seit einiger Zeit schon möchte Holm Haschker eine Kirchengemeinde betreuen, wie gestern deutlich wurde, und er fand sie in Coswig in der anhaltinischen Landeskirche. Dorthin wechselt er nun. "Mir wird vieles fehlen, auch der Chor, ich hatte hier eine gute Zeit", resümierte Holm Haschker gestern seine Zeit im Harz.

Er gilt nicht nur als guter Theologe, wie mehrfach deutlich wurde, sondern bleibt auch wegen seiner überraschenden Einfälle in guter Erinnerung, mit denen er Veranstaltungen oft genug "die richtige Würze" gegeben habe. Holm Haschker spielte und spielt Saxophon, Gitarre, Flöte. Und er gab gestern eine von den vielen Gottesdienstbesuchern mit Beifall aufgenommene letzte Kostprobe seines Saxophonspiels. Gemeinsam mit Dr. Stephan Gerhardt spielte er "Love Story" aus dem gleichnamigen Film.

Neben vielen Blumen und guten Worten, darunter auch von André Dülge von der Landeskirchlichen Gemeinschaft, gab es etliche Abschiedsgaben. Schwester Christa Otto überreichte das von ihr gemalte Ölbild "Wege zum Mutterhaus".

Zum neuen Direktor und geistlich-theologischen Leiter des Diakonissen-Mutterhauses in Elbingerode wurde bereits Pfarrer Reinhard Holmer aus Bad Blankenburg berufen (wir berichteten). Er soll seinen Dienst im September antreten.