Radeln für Wernigerode: Die Teilnehmer am DAK-Städtewettkampf haben sich am Ergometer für ihre Heimatstadt verausgabt. Dafür wurden sie mit nun mit Preisen belohnt. In der vorläufigen Wertung liegt die bunte Stadt am Harz insgesamt auf dem fünften Platz.

Wernigerode l Fahrradfreundlich will Wernigerode sein - mit neuen Radwegen, abschließbaren Fahrradboxen und einem Fahrrad-Kummerkasten, in dem Pedalritter ihre Anregungen hinterlassen können. Doch wie fit ist die bunte Stadt auf dem Zweirad unterwegs? Nach dem DAK-Städtewettkampf lautet die Antwort: Mittel.

Denn im Vergleich mit sieben weiteren teilnehmenden Städten liegt Wernigerode auf dem fünften Rang, vier weitere Kommunen werden sich noch beteiligen, wie Evelyn Heine von der Wernigeröder DAK-Geschäftsstelle erklärt. Dennoch haben sich die 60 Teilnehmer, die beim Sportverein Germania in die Pedalen des Ergometers getreten haben, mächtig ins Zeug gelegt. Ihre Aufgabe war, binnen zwei Minuten möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Genau 98,05Kilometer schlugen am Ende zu Buche - und dafür gab es bei der Siegerehrung am Donnerstag im kleinen Sitzungssaal des Wernigeröder Rathauses Preise zu verteilen.

Am weitesten sind binnen zwei Minuten Danny Riede und Ricardo Preiß gekommen. Die beiden 16 und 15 Jahre alten Germania-Kicker, die in der kommenden Saison in der B-Jugend spielen werden, legten in der Zeit jeweils zwei Kilometer zurück. "Wir sind einfach nur so ein bisschen gefahren", geben sich die beiden bei der Ehrung bescheiden.

Mit 1,8 Kilometern war Susanne Windgasse, ebenfalls Germania-Mitglied, die schnellste Frau auf dem Ergometer. Die jüngste Radlerin, die dreijährige Anjali-Jane Dittmann, ist zwar noch kein Vereinsmitglied, dafür ist ihr Vater Henry Kruse bei Germania Trainer der D-Jugend. Er ist stolz auf seine Tochter, die auf dem Kinderfahrrad 720 Meter zurückgelegt hat. "Bei Kindern unter sechs Jahren wird die gefahrene Strecke mit 2,5 multipliziert, damit sie mit den Werten der Älteren vergleichbar werden", erklärt Eveyln Heine. Ihre Empfehlung daher: Je mehr kleine Kinder mitradeln, desto besser für die jeweilige Stadt. Den Titel "fitteste Familie" errang die Familie Meißner, die dafür mit einem Gutschein für den Hasseröder Ferienpark belohnt wird. Die Germania-Mitglieder erhalten zum Dank für ihr Engagement eine Collage mit den schönsten Wettkampffotos.

Für die Wernigeröder Stadtverwaltung hätte eigentlich Ordnungsdezernent Volker Friedrich in die Pedalen treten sollen. Eine Knieverletzung warf ihn jedoch kurzfristig aus der Bahn, sodass Sohn Max einsprang. Die Wernigeröder Stadtverwaltung setze auch im täglichen Leben aufs Rad - nicht nur, weil der Oberbürgermeister und viele Dezernenten im Stadtbild häufig auf dem Rad anzutreffen sind. "Es gibt zudem fünf Diensträder, um zwischen den Standorten der Verwaltung hin- und herzupendeln", erklärt Rathaussprecher Andreas Meling. "Das sind gute Voraussetzungen für das nächste Jahr", lobt Evelyn Heine - für den Wettkampf und im Sinne der Gesundheit.