Wernigerode l Extra aus der Nähe von Hamburg sind Larissa Rutzen und Alexander Noack angereist. Die beiden Zwölftklässler nahmen am "48 Stunden Code Camp am Brocken" teil, das dieses Wochenende im Wernigeröder Waldhofbad stattfand. Drei Tage lang beschäftigten sich Computerinteressierte mit Programmiersprachen und ihren Anwendungen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Hochschule Harz.

"Ziel ist es, Schüler und Studenten mit IT-Technologien und Firmen zusammenzubringen", erklärte Prof. Olaf Drögehorn im Volksstimme-Gespräch. "Programmiersprachen sind kein Hexenzeug, das man meiden sollte", so der Informatikexperte. "Wir wollen vermitteln, dass IT Spaß bereiten kann. Deshalb fangen wir bei Null an."

Mit Unterstützung von Fachleuten entwickelten die Teilnehmer Prototypen von Programmen. Auch die Gewitter am Sonntag trübten die kreative Stimmung im Waldhofbad nicht. "Wir haben mit der Programmierung von Legorobotern begonnen", so Drögehorn. Zudem habe es unter anderem eine Einführung ins sogenannte "Homemonitoring" gegeben - eine praktische Hilfe für Zuhause, um zum Beispiel Energie zu sparen.

"Ich interessiere mich besonders für Informationsverarbeitung", so die 18-jährige Larissa Rutzen. "Hier kann ich viel dazu lernen." Eike Schwank studiert Informatik an der Hochschule Harz. "Diesen Sommer liegt nichts weiter an", so der 21-Jährige. "Was spricht also gegen drei Tage Freibad und Computertüftelei?" Der 18-jährige Alexander Noack beschäftigt sich bereits mit Programmiersprachen und hofft auf neue Erkenntnisse und vielleicht sogar Hilfe bei der Entscheidung für einen Studienplatz. Auf solche Impulse hoffen auch die Mitarbeiter der Hochschule Harz. "Für den Studiengang Kommunikationsinformatik gibt es noch freie Plätze", so Hochschulrektor Prof. Armin Willingmann zur Eröffnung des Code Camps. Die Bewerbungsfrist ende am 31. August.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Volkswagen Financial Services AG. Weitere Unternehmen wie Microsoft und die pdv-software präsentierten sich in Vorträgen. Stadtwerkechef Steffen Meinecke überreichte im Namen der Stadtwerkestiftung einen Scheck über 3500 Euro zur Unterstützung des Code Camps.