Wernigerode (isi) l Sechs Tage nachdem der Wernigeröder Marktbrunnen Opfer von Randalierern wurde, scheint die Tat aufgeklärt zu sein: "Ein Rechtsanwalt hat sich mit uns in Verbindung gesetzt", sagte Andreas Meling, Sprecher der Stadtverwaltung, auf Volksstimme-Nachfrage. "Er teilte uns mit, dass sein Mandant die Tat zugegeben habe." Der Täter sei bereit, in vollem Umfang für den entstandenen Schaden aufzukommen. Wie Meling informierte, wolle der Mann anonym bleiben, da er sich in einer schwierigen Lebensphase befinde. Peter Pogunke vom Polizeirevier Harz bestätigte, dass es in der Sache Kontakt zur Stadtverwaltung gebe. Weiter wollte sich der Polizeisprecher zunächst nicht dazu äußern. Ungeachtet seiner Reue müsse sich der Täter wegen Sachbeschädigung verantworten. "Die Strafanzeige ist eingeleitet, die Ermittlungen laufen nach wie vor", so Pogunke.

Rückblick: In der Nacht zum vorigen Donnerstag war die Spitze des Wohltäterbrunnen gewaltsam abgerissen und das Wahrzeichen vor dem Rathaus dadurch massiv beschädigt worden. Viele Wernigeröder zeigten sich empört von diese Zerstörung. Der neogotische Wohltäterbrunnen wurde 1848 in der Ilsenburger Eisengießerei "Hütte" aus Grauguss gegossen. Der Brunnen erinnert an Menschen, die sich um das Wohl der Stadt Wernigerode verdient gemacht haben.