Wernigerode l "Lob den Straßenbauarbeitern, wie sie mit den Überraschungen, die sich beim Aufbaggern ergeben, fertig werden", schreibt Carla Lüdeke an die Volksstimme-Redaktion. Sie wohnt direkt an der Baustelle in der Nöschenröder Straße und hat die Arbeiten häufig im Blick. "Was die Männer da alles im Untergrund entdecken, mit welchem Elan sie Tag für Tag an die Arbeit gehen, ist unglaublich", so die Wernigeröderin. "Man muss bedenken, wie viele Leitungen und Rohre in der Erde liegen, die vorher nicht bekannt gewesen sind. Mit den großen, modernen Geräten können die Männer meist nicht anrücken." Angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten, die die Bauleute zu bewältigen hätten, bringt Carla Lüdeke wenig Verständnis für Kritik am Tempo der Arbeiten auf. "Ich höre viele, die sich daran stören, wie lange die Sanierung andauert. Dabei ist es völlig falsch zu meckern."

Ursprünglich sollte die Nöschenröder Straße Ende des Jahres fertig werden, doch daraus wird nichts. Die Bauarbeiten werden nach einer Winterpause 2015 fortgeführt. Der Grund für die Verzögerungen sind die alten Leitungen, die unter der Straße liegen. Die Rohre stammen teilweise aus den 1930er-Jahren.

Es hatte sich zudem her-ausgestellt, dass die mehr als 25 Jahre alten Pläne nicht stimmen. Die vorhandene Talsperrenleitung etwa war abschnittsweise in Beton gegossen, der von Hand aufgebrochen werden musste. Anwohner werden durchgängig mit Strom und Wasser versorgt. Auch das wirkt sich auf das Arbeitstempo aus